Leistungen · Kühlcontainer kaufen

Kühlcontainer kaufen: Seecontainer oder Container nach Mass

Innen wie aussen aufstellbar, von +30 °C bis −80 °C und tiefer

Wer einen Kühl- oder Tiefkühlcontainer kauft, entscheidet zuerst über die Bauart: ein genormter Seecontainer ab Lager oder ein massgefertigter Container, den Schweizer Hersteller in der Grösse und mit der Kälteanlage bauen, die zum Einsatz passt. Beide lassen sich im Freien, an der Laderampe oder in der Halle aufstellen. Der Unterschied zeigt sich über die Jahre bei Strom, Lautstärke und Bedienung.

Auf dieser Seite finden Sie den Vergleich der Bauarten, den Stromverbrauch beider Bauarten mit Zahlen je Grösse und Temperatur, Grössen und Temperaturbereiche, den autarken Betrieb mit Diesel-Aggregat, eine Gesamtkostenrechnung und die Anforderungen aus Militär, Fahrzeugindustrie, Batterieherstellern, Pharma, Lebensmittel und Forschung. Sie möchten lieber mieten? Dann lesen Sie Tiefkühl- und Kühlcontainer mieten.

Zwei weisse Kühlcontainer nebeneinander: links die Rückansicht mit Kühlaggregat, rechts die beiden Vordertüren
Bis −80 °C und tiefer Innen und aussen aufstellbar

Kurz erklärt

Was muss ich wissen, bevor ich einen Kühlcontainer kaufe?

Zum Kauf stehen genormte Seecontainer in 10, 20, 40 und 45 Fuss sowie massgefertigte Kühl- und Tiefkühlcontainer in Grössen nach Mass, beide innen wie aussen aufstellbar. Standardmodelle decken +30 bis −30 °C ab, Spezial- und Ultra-Tiefkühlcontainer reichen bis −80 °C und tiefer. Über die Laufzeit entscheidet weniger der Kaufpreis als der Stromverbrauch: Ein 20-Fuss-Seecontainer verbraucht rund 84 bis 108 kWh am Tag, eine massgefertigte Zelle derselben Länge 58 kWh im Kühl- und 96 kWh im Tiefkühlbetrieb.

Bauarten
Seecontainer (ISO-Reefer) oder massgefertigter Container
Grössen
ISO 10 bis 45 Fuss oder nach Mass von 3 bis 10.6 m, Kombi mit zwei Kammern
Temperatur
+30 bis −30 °C Standard, Ultra bis −80/−110 °C, Klimatests −70 bis +85 °C
Aufstellung
Im Freien, an der Rampe, mit Wanddurchbruch oder in der Halle
Strom
Netz 400 V oder autark mit Diesel; 20 Fuss 58 bis 108 kWh am Tag je Bauart
Richtpreis
Gebraucht ab ca. CHF 5’000, neu bis über CHF 30’000, nach Mass individuell

RichtwertePreise, Verbrauchs- und Temperaturangaben beschreiben gängige Ausführungen. Bauart, Dämmstärke, Aggregat und Ausstattung verschieben sie deutlich; massgebend ist die Offerte des ausführenden Betriebs.

Drei Wege zum eigenen Kühlcontainer

20-Fuss-Seecontainer mit Kühlaggregat

Seecontainer gebraucht

Geprüfte Reefer aus Flotten und Mietparks, meist ab Lager verfügbar. Die günstige Anschaffung für Transport, Zwischenlager und mittlere Laufzeiten.

ab ca. CHF 5’000 10 · 20 · 40 Fuss +30 bis −30 °C PTI-Check
40-Fuss-Kühlcontainer als High-Cube-Ausführung

Seecontainer neu

Neue Integral-Reefer mit aktueller Kälteanlage, Datenlogger und Garantie. Auch als Superfreezer bis −70 °C und als High Cube mit mehr Volumen.

bis über CHF 30’000 bis 45 Fuss High Cube bis −70 °C Garantie
Kompakter Kühlcontainer mit verriegelter Doppeltür

Container nach Mass

In der Schweiz nach Mass gebaut: 140 bis 220 mm Isolation, innenliegende Kälteanlage, Türen und Länge nach Bedarf, Kombi mit zwei Kammern, Ultra-Tiefkühlung.

individuell offeriert 3 bis 10.6 m Sondermass auf Wunsch bis −110 °C

RichtpreiseDie Preisangaben sind Orientierungswerte für den Schweizer Markt und kein Angebot. Baujahr, Zustand, Aggregat, Temperaturbereich und Ausstattung bestimmen den Preis; massgefertigte Container werden ohnehin nach Ihren Vorgaben gebaut und einzeln offeriert.

In 2 Minuten anfragen

Vorteile des Kaufs und wann die Miete besser passt

Ein gekaufter Kühlcontainer gehört Ihnen: keine Mietraten, kein Rückgabetermin, freie Hand bei Ausbau und Aufstellung. Dafür tragen Sie Investition, Wartung und Ausfallrisiko selbst. Die Gegenüberstellung zeigt, für wen sich welcher Weg eignet.

Das spricht für den Kauf

7 Punkte

  • Tiefere Kosten bei langer Nutzung: Ab dem Wendepunkt zahlt sich jeder weitere Monat gegenüber der Miete aus.
  • Bauart und Grösse nach Mass: Länge, Breite, Türen, Regale, Schleuse und Kälteanlage werden auf Ihren Einsatz ausgelegt.
  • Innen wie aussen aufstellbar: Auf dem Hof, an der Rampe, mit Wanddurchbruch oder in der Halle.
  • Effizienz zahlt sich an Sie aus: Wer den Strom selbst bezahlt, profitiert direkt von dicker Isolation und geregelten Verdichtern.
  • Unabhängigkeit: Kein Rückgabetermin, keine Verfügbarkeitsfrage in der Hochsaison, Krisensicherheit für die eigene Kühlkette.
  • Eigene Dokumentation: Qualifizierung, Messtechnik und Alarmierung werden einmal eingerichtet und bleiben.
  • Finanzierung wählbar: Kauf, Leasing oder Mietkauf; viele Kollegen zeigen Finanzierungsoptionen auf.

Dann passt die Miete besser

6 Punkte

  • Kurze Einsätze: Events, Umbauten, Saisonspitzen, Havarien von Tagen bis wenigen Monaten.
  • Unklare Laufzeit: Wenn noch offen ist, ob der Bedarf bleibt, bindet die Miete kein Kapital.
  • Kein Platz für Service: Wartung, Reparatur und Ersatzgerät bei Ausfall übernimmt der Vermieter.
  • Wechselnde Anforderungen: Heute Kühlen, nächstes Jahr Tiefkühlen in anderer Grösse.
  • Liquidität: Planbare Monatsraten statt Investition; Mietkosten sind in der Regel als Aufwand abzugsfähig.
  • Testphase vor dem Kauf: Erst mieten, dann mit Betriebsdaten kaufen; einige Kollegen rechnen Mietmonate an.

Die Faustregel aus der Gesamtkostenrechnung: Bei einer Standzeit unter zwei Jahren ist die Miete meist günstiger, ab drei Jahren der Kauf. Dazwischen entscheiden Stromverbrauch, Wartung und der Restwert. Für die Miete finden Sie alle Angaben auf der Seite Tiefkühl- und Kühlcontainer mieten.

Kühlcontainer oder Tiefkühlcontainer: Der Unterschied

Beide Begriffe stehen für denselben Grundaufbau: eine isolierte Hülle, eine Kälteanlage und eine Regelung. Der Unterschied liegt in der Zieltemperatur, und die zieht technische Folgen nach sich. Ein Kühlcontainer hält Ware im Plusbereich, meist zwischen 0 und +8 °C. Ein Tiefkühlcontainer arbeitet unter dem Gefrierpunkt, im Standard bei −18 bis −30 °C, als Spezial- oder Ultra-Tiefkühlcontainer bis −80 °C und tiefer. Je tiefer die Temperatur, desto dicker die Isolation, desto stärker die Kälteanlage und desto wichtiger Abtauung, Türheizung und Personenschutz.

Kühlcontainer: Pluskühlung

Für alles, was frisch bleiben, aber nicht gefrieren soll. Das Standardmodell jedes Mietparks und die günstigste Ausführung beim Kauf.

  • 0 bis +8 °C, für Obst, Gemüse und Getränke bis +30 °C einstellbar
  • Belüftung und Feuchteregelung, auf Wunsch kontrollierte Atmosphäre
  • Geringerer Stromverbrauch, leichtere Isolation genügt
  • Pharma bei +2 bis +8 °C mit Datenlogger und Alarm

Tiefkühlcontainer: Unter dem Gefrierpunkt

Für Tiefkühlkost, Proben, Impfstoffe und Kältetests. Ab −60 °C wird daraus ein Spezialbau mit zweistufiger Kälteanlage und Schleuse.

  • −18 bis −30 °C im Standard, Superfreezer bis −70 °C, Ultra bis −80 °C und tiefer
  • Dickere Isolation, Türrahmenheizung, Druckausgleichsventil
  • Höherer Stromverbrauch; Redundanz und Alarmierung bei Proben
  • Personenschutz nach SUVA, bei Ultra-Tiefkühlung Zutritt über Schleuse
MerkmalKühlcontainerTiefkühlcontainer
Temperaturbereich0 bis +8 °C, je nach Ware bis +30 °C−18 bis −30 °C im Standard; Superfreezer −60 bis −70 °C; Ultra-Tiefkühlung −80 °C und tiefer
Typische WareFrischware, Getränke, Obst und Gemüse, Milchprodukte, Pharma bei +2 bis +8 °CTiefkühlkost, Fleisch, Backwaren, Proben, Impfstoffe, Prüflinge für Kältetests
IsolationSchaumkern des Seecontainers oder Paneele um 140 mm genügenDickere Paneele bis 220 mm; bei Ultra-Tiefkühlung zusätzlich Schleuse gegen Feuchte
KälteanlageEinstufig, oft mit Belüftung und FeuchteregelungLeistungsstärker, ab −60 °C zweistufig oder als Kaskade; Redundanz bei Proben
Abtauung und HeizungenAbtauung nach BedarfAbtauung, Türrahmenheizung gegen festgefrorene Dichtungen, Druckausgleichsventil, Bodenheizung bei Innenaufstellung
StromverbrauchTiefer; nach Erreichen der Zieltemperatur taktet die AnlageHöher: mehr Temperaturdifferenz zur Umgebung, mehr Abtauenergie
PersonenschutzInnenentriegelung und BeleuchtungZusätzlich Notruf, Aufenthaltszeiten und Kälteschutz nach SUVA; bei −80 °C Zutritt nur über Schleuse

RichtwerteDie Temperaturbereiche und Dämmstärken beschreiben gängige Ausführungen. Welche Werte Ihr Container erreichen muss, richtet sich nach Ihrer Ware und ihren Vorgaben; Sonderbauten gehen darüber hinaus.

Ein Container für beides

Seecontainer (Reefer) decken den Bereich +30 bis −30 °C mit demselben Gerät ab: Der Wechsel vom Kühl- zum Tiefkühlbetrieb ist ein Sollwertwechsel. Massgefertigte Container werden dagegen für ihren Bereich gebaut, als Standard-, Spezial- oder Ultra-Tiefkühlcontainer, weil Isolation und Kälteanlage auf die Zieltemperatur abgestimmt sind. Wer Kühl- und Tiefkühlraum braucht, nimmt einen Kombi-Container mit zwei getrennt geregelten Kammern. Und wer zwischen tiefen Minus- und hohen Plusgraden wechseln muss, etwa für Klima- und Kältetests, braucht einen Klima- oder Prüfcontainer mit Heiz- und Kühlbetrieb; dazu mehr im Abschnitt Temperaturbereiche.

So ist diese Seite aufgebaut

Die Kapitel beantworten die Fragen, die bei einer Anfrage anstehen, und gelten für Kühl- wie für Tiefkühlcontainer; wo sich die beiden unterscheiden, steht es dabei: die Bauart (Seecontainer oder eigens konzipiert), die Grösse, der Temperaturbereich mit den grossen Spannen für Klimatests, die Stromversorgung am Netz oder autark mit Diesel, die Gesamtkosten mit Strom, die Lautstärke, die Technik im Detail und die Anforderungen Ihrer Branche.

Seecontainer oder massgefertigter Kühlcontainer: Der Unterschied

Hinter dem Begriff «Kühlcontainer» stecken zwei sehr verschiedene Bauarten. Der Seecontainer (ISO-Reefer) ist ein Frachtcontainer, der für den Transport über den Ozean entwickelt wurde: genormte Masse, Stahlrahmen, Kühlaggregat an der Stirnseite. Der massgefertigte Kühlcontainer (auch massgefertigter Container genannt) ist eine mobile Kühl- oder Tiefkühlzelle in Containerbauweise, die von Schweizer Herstellern für die stationäre Nutzung geplant und gebaut wird: dicke Sandwichpaneele, innenliegende Kälteanlage, Türen und Masse nach Bedarf.

Beide halten Ware kalt. Sie unterscheiden sich aber deutlich bei Isolation, Stromverbrauch, Lautstärke, Grössen und Preis. Wer einen Kühlcontainer kauft, sollte diesen Unterschied kennen, bevor die Offerte auf dem Tisch liegt. Weil über die Laufzeit der Strom entscheidet, führen wir die beiden Bauarten auch beim Stromverbrauch getrennt auf.

Wandaufbau eines Seecontainers: dünne Isolierung, grosser Wärmeeintrag Aussen +30 °C Innen −20 °C Wärmeeintrag hoch meist unter 100 mm

Seecontainer (ISO-Reefer)

Stahlhülle, Schaumkern, Aluminium innen. Jeder Zentimeter Wand kostet auf dem Schiff Ladevolumen, deshalb ist die Isolierung knapp bemessen. Das Aggregat muss mehr Wärme abführen.

Wandaufbau eines massgefertigten Kühlcontainers: dickes Sandwichpaneel, geringer Wärmeeintrag Aussen +30 °C Innen −20 °C Wärmeeintrag gering 140 bis 220 mm

Massgefertigter Kühlcontainer

Sandwichpaneele von 140 bis 220 mm, je nach Temperaturanforderung. Ein Kombi-Container mit 170-mm-Paneelen erreicht laut Hersteller einen U-Wert von 0.114 W/m²K. Die Kälteanlage hat weniger zu tun.

Schematischer Wandaufbau, nicht massstäblich; die Pfeile zeigen den Wärmestrom nach innen. Die Isolationsstärke bestimmt, wie viel Wärme das Kühlaggregat Tag für Tag abführen muss, und damit den Stromverbrauch. Die Zahlen dazu stehen im Abschnitt Stromverbrauch.
MerkmalSeecontainer (ISO-Reefer)Massgefertigter Container
Entwickelt fürTransport auf Schiff, Bahn und Lastwagen; Ware kommt vorgekühlt hineinStationäre Lagerung und Produktion; Ware wird oft im Container heruntergekühlt
IsolationSchaumkern zwischen Stahl und Aluminium, meist unter 100 mmSandwichpaneele 140 bis 220 mm, abgestimmt auf die Zieltemperatur
KälteanlageAggregat an der Stirnseite, ausgelegt auf tropische Umgebungen und volle LuftleistungInnenliegender Maschinenraum mit leistungsgeregelten Verdichtern; Kondensator ausgelegt auf +37 °C Umgebung
LautstärkeHörbar: Ventilatoren und Verdichter laufen offen an der StirnwandLeiser: Kälteanlage gekapselt im Container, Betrieb auch in Wohngebieten und Innenstädten
GrössenGenormt: 10, 20, 40 und 45 Fuss, Breite 2.44 m, Standard oder High CubeNach Bedarf: typisch 3 bis 10.6 m Länge (10 bis 35 Fuss), auch 2.98 m breit; Kombi mit zwei Kammern
Türen und ZugangDoppelflügeltür an der Stirnseite, etwa 2.29 × 2.25 mDoppeltür 2 × 2 m für Hubwagen, Personentür 0.9 m, Seitentüren, Wandanschluss ans Gebäude
AufstellungEbener Untergrund, per Kran oder Sattelzug; ISO-Eckbeschläge zum Stapeln und VerzurrenAuf dem Boden, an der Laderampe, mit Wanddurchbruch oder in der Halle; im Leerzustand versetzbar
Stromversorgung400 V am Netz; autark mit Undermount- oder Clip-On-Diesel-Aggregat am Container oder Stromerzeuger daneben400 V am Netz; autark über einen mobilen Stromerzeuger, auf Wunsch mit Notstrom-Einspeisung und Umschalter
StromverbrauchRichtwert 20 Fuss: 3.5 bis 4.5 kWh je Betriebsstunde, also 84 bis 108 kWh am Tag20 Fuss: 58 kWh am Tag im Kühlbetrieb, 96 kWh bei −25 °C; gegenüber dünn gedämmten Modellen kostet deren Strom laut Schweizer Hersteller bis zu 75 % mehr
Temperaturbereich+30 °C bis −30 °C, Superfreezer bis −60/−70 °C+30 °C bis −30 °C im Standard, Spezialbau bis −45 °C, Ultra-Tiefkühlung bis −80 °C und darunter; Klima- und Prüfcontainer −70 bis +85 °C
Ausstattung innenAluminium-T-Boden (Grätings), Sicken in den Wänden für die LuftführungEdelstahlboden R11/R12, 1’000 kg/m² belastbar, Regale, Rohrbahnen, Schleuse, Streifenvorhang
Anschaffung und LieferzeitGebraucht ab rund CHF 5’000, neu je nach Aggregat bis über CHF 30’000; meist ab Lager verfügbarWird auf Bestellung gefertigt; höherer Kaufpreis, individuell offeriert, Lieferzeit einplanen

RichtwerteMasse, Verbrauchs- und Preisangaben beschreiben gängige Ausführungen beider Bauarten. Massgefertigte Container werden ohnehin nach Ihren Vorgaben gebaut: Grösse, Dämmung, Türen, Temperaturbereich und Ausstattung legen Sie fest.

Wann der Seecontainer die richtige Wahl ist

Wenn der Container transportiert werden soll, etwa mit der Ware auf den Lastwagen oder ins Ausland, wenn er kurzfristig gebraucht wird oder wenn der Einsatz nur Wochen bis wenige Monate dauert. Auch bei knappem Budget für die Anschaffung ist ein gebrauchter Reefer mit geprüftem Aggregat (PTI-Check) eine solide Lösung. Die höheren Stromkosten fallen bei kurzer Laufzeit kaum ins Gewicht.

Wann sich der massgefertigte Container lohnt

Wenn der Container Jahre an einem Ort steht, wenn Nachbarn in Hörweite sind, wenn die Grösse zum Grundstück oder zur Küche passen muss oder wenn Personal regelmässig im Container arbeitet (Hygiene, Personenschutz, Türen für Hubwagen). Über die Laufzeit holt der tiefere Stromverbrauch den höheren Kaufpreis wieder herein. Wie schnell, zeigt die Gesamtkostenrechnung weiter unten.

Beim Kauf gilt: Der Seecontainer ist die schnelle, günstige Anschaffung; der massgefertigte Container ist die Investition für den Dauerbetrieb. Beschreiben Sie in der Anfrage Standort, Laufzeit und Temperatur, dann rechnet der Kollege beide Wege für Sie durch.

Bauart mit einem Kollegen klären

Stromverbrauch: Seecontainer oder massgefertigter Container

Der Strom ist über die Laufzeit der grösste Kostenblock, und er fällt je nach Bauart sehr unterschiedlich aus. Deshalb lohnt es sich, den Verbrauch nicht als eine Zahl je Containergrösse zu betrachten, sondern in zwei Kategorien: dem genormten Seecontainer, der für den Transport gebaut wurde, und der massgefertigten Kühlzelle in Containerbauweise, die für das Stehenbleiben ausgelegt ist. Zwischen beiden liegen bei gleicher Grösse und gleicher Zieltemperatur schnell 30 Prozent Verbrauchsunterschied und mehr.

Anschlusswert ist nicht Verbrauch

Auf jedem Datenblatt stehen zwei Zahlen, die regelmässig verwechselt werden. Der Anschlusswert sagt, wie die Elektrik zu dimensionieren ist. Die mittlere Leistungsaufnahme mal Betriebsstunden ergibt die Stromrechnung.

  • Anschluss: Kühl- und Tiefkühlcontainer in 10, 20 und 40 Fuss laufen an 400 V / 32 A über einen fünfpoligen CEE-Stecker. Der maximale Betriebsstrom liegt bei rund 17 A: 400 V × 17 A × √3 ergibt etwa 11.8 kVA, bei einem Leistungsfaktor von 0.85 also rund 10 kW elektrische Wirkleistung. Kleine Zellen um 7 Fuss laufen einphasig an 230 V / 16 A und bleiben damit unter 3.7 kVA.
  • Kälteleistung statt Stromaufnahme: Steht im Datenblatt eines 20-Fuss-Modells «13 kW», kann das nicht die Stromaufnahme sein, denn der Anschluss gibt nur rund 10 kW her. Gemeint ist die Kälteleistung, also die Wärme, die das Aggregat abführen kann.
  • Taktung: Die volle Leistung zieht der Verdichter nur beim Herunterkühlen oder an einem Hitzetag mit häufigen Türöffnungen. Im stationären Betrieb läuft er, erreicht den Sollwert, schaltet ab, und die Isolation hält die Temperatur bis zum nächsten Zyklus. Dieser Laufzeitanteil ist die eigentliche Kostenkennzahl.
Taktung über 24 Stunden und Tagesverbrauch von Seecontainer und massgefertigtem Kühlcontainer Oben eine Zeitachse über 24 Stunden mit acht Laufzeiten des Verdichters, zusammen rund 40 Prozent der Zeit; daraus ergeben sich 96 Kilowattstunden am Tag bei einer Anschlussspitze von rund 10 Kilowatt. Unten drei Balken für den Tagesverbrauch eines 20-Fuss-Containers: Seecontainer 84 bis 108 Kilowattstunden, massgefertigt im Tiefkühlbetrieb 96 Kilowattstunden, massgefertigt im Kühlbetrieb 58 Kilowattstunden. Ein Tag im Tiefkühlbetrieb: 20 Fuss bei −25 °C Anschluss 400 V / 32 A, rund 10 kW Spitze. Der Verdichter taktet. 0 h 6 12 18 24 h Laufzeitanteil rund 40 %, das ergibt 96 kWh am Tag Verbrauch am Tag: 20-Fuss-Container im Vergleich Seecontainer (ISO-Reefer) 84–108 kWh Massgefertigt, −25 °C 96 kWh Massgefertigt, 0 bis +15 °C 58 kWh 0 120 kWh

Schaubild seitlich verschiebbar

  • Verdichter läuft
  • Verdichter steht, die Isolation hält
  • Richtwert-Spanne des Seecontainers: 84 bis 108 kWh
Schematische Darstellung. Taktung und Tagesverbrauch für einen 20-Fuss-Container bei rund +25 °C Aussentemperatur und normaler Beladung. Seecontainer: Richtwert 3.5 bis 4.5 kWh je Betriebsstunde. Massgefertigte Zellen: Herstellerangaben einer europäischen Mietflotte für Kühl- und Tiefkühlbetrieb.

Verbrauch je Bauart, Grösse und Temperatur

Die folgenden Werte gelten für Dauerbetrieb bei rund +25 °C Aussentemperatur und normaler Beladung. Gerechnet ist mit einem gewerblichen Arbeitspreis von CHF 0.22 je kWh; Ihr Tarif hängt von Kanton, Netzbetreiber und Verbrauchskategorie ab und liegt gewerblich meist zwischen CHF 0.18 und 0.28.

Seecontainer (ISO-Reefer)

GrösseRichtwert je StundekWh am TagStrom je MonatStrom je Jahr
20 Fuss3.5 bis 4.5 kWh84 bis 108CHF 555 bis 713CHF 6’745 bis 8’672
40 Fuss7.0 bis 9.0 kWh168 bis 216CHF 1’109 bis 1’426CHF 13’490 bis 17’345

RichtwerteGerechnet mit CHF 0.22 je kWh, Dauerbetrieb bei rund +25 °C und normaler Beladung. Mit Ihrem Stromtarif, Ihrer Zieltemperatur und Ihrem Standort verschieben sich die Beträge. Die Rechnung ersetzt keine Offerte.

Diese Richtwerte fassen beide Betriebsarten zusammen: Im Kühlbetrieb liegt ein Reefer am unteren Rand der Spanne, im Tiefkühlbetrieb am oberen und an heissen Tagen darüber, weil die dünne Wand den Wärmeeintrag kaum bremst.

Massgefertigte Kühlzelle in Containerbauweise

ModellBetriebsartkWh am TagkWh im MonatStrom je Monat
7 Fuss (ca. 7.2 m³)Kühlen 0 bis +15 °C20600CHF 132
7 FussTiefkühlen −20 °C361’080CHF 238
10 FussKühlen 0 bis +15 °C381’140CHF 251
10 FussTiefkühlen −25 °C672’010CHF 442
20 Fuss (ca. 28.6 m³)Kühlen 0 bis +15 °C581’740CHF 383
20 FussTiefkühlen −25 °C962’880CHF 634
40 Fuss (ca. 68.9 m³)Kühlen 0 bis +15 °C1083’240CHF 713
40 FussTiefkühlen −25 °C1805’400CHF 1’188
Ultra-Tiefkühlung 10/20 Fussbis −70 °C2166’480CHF 1’426

RichtwerteHerstellerangaben einer europäischen Mietflotte, umgerechnet auf Schweizer Strompreise; ein Monat entspricht 30 Tagen Dauerbetrieb. Dämmstärke, Aggregat und Aussentemperatur Ihrer Ausführung führen zu anderen Werten.

Drei Punkte sind für die Planung wichtig:

  • Tiefkühlen kostet rund das 1.7-Fache von Kühlen. Der Schritt von +5 °C auf −25 °C vergrössert die Temperaturdifferenz zur Umgebung und verschlechtert gleichzeitig die Leistungszahl des Kältekreises. Beides wirkt in dieselbe Richtung.
  • Volumen skaliert günstiger als erwartet. Ein 40-Fuss-Container hat das 2.4-Fache des Nutzvolumens eines 20-Fuss-Containers, verbraucht aber nur etwa das 1.9-Fache. Je Kubikmeter Ware ist der grosse Container die effizientere Lösung, vorausgesetzt, er ist auch gefüllt. Zwei halb beladene Container kosten mehr als einer, der voll ist.
  • Die Bauart verschiebt das Ergebnis. Eine massgefertigte 20-Fuss-Zelle braucht im Kühlbetrieb 58 kWh am Tag und erreicht die 96 kWh erst im Tiefkühlbetrieb bei −25 °C. Der Seecontainer derselben Länge beginnt bei 84 kWh. Allein im Kühlbetrieb sind das 26 kWh Unterschied am Tag oder rund CHF 2’090 im Jahr, und zwar pro Container. Mit steigender Aussentemperatur wächst der Abstand, weil der Wärmeeintrag durch die dünnere Wand schneller zunimmt.

Leistungsaufnahme beim Herunterkühlen

Die Stromaufnahme ist nicht konstant. Sie ist am Anfang am höchsten und sinkt, bis die Zieltemperatur steht; danach taktet das Aggregat nach Bedarf. Die Werte eines typischen Integral-Aggregats:

Temperatur im ContainerKühlleistungStromaufnahme
+20 °C14 kW10 kW
0 °C10 kW9 kW
−20 °C6 kW6 kW
−30 °C4 kW5 kW

BeispielWerte eines typischen Integral-Aggregats, gerundet. Sie zeigen den Verlauf, nicht die Leistungsdaten eines bestimmten Geräts. Massgebend ist das Datenblatt der gelieferten Anlage.

Man liest daran den zweiten Effekt ab: Bei −30 °C erzeugt dasselbe Aggregat mit 5 kW Strom nur noch 4 kW Kälte, bei 0 °C waren es mit 9 kW noch 10 kW. Je tiefer die Zieltemperatur, desto weniger Kälte je Kilowattstunde.

Warum eine Bauart mit derselben Kälteanlage und derselben Zieltemperatur so viel weniger braucht, entscheidet sich an der Hülle. Die Rechnung dazu steht im Abschnitt U-Wert und Wärmefluss.

Verbrauch für Ihren Fall klären

U-Wert und Wärmefluss: warum die Wand den Verbrauch bestimmt

Der Unterschied zwischen den Bauarten entsteht an der Hülle. Der U-Wert (früher k-Wert) gibt an, wie viel Wärme bei 1 Kelvin Temperaturunterschied durch einen Quadratmeter Wand wandert, gemessen in W/m²K. Je niedriger der Wert, desto besser die Isolation. Schweizer Hersteller geben für ihre Paneele folgende Werte an:

Isolationsstärke60 mm80 mm100 mm120 mm140 mm170 mm200 mm220 mm
U-Wert in W/m²K0.3380.2470.1960.1620.1390.1140.0960.087

Entscheidend ist dabei nicht nur die Dicke, sondern auch der Schaum: Die Wärmeleitfähigkeit guter Paneele liegt bei rund 0.0196 W/mK. Aus U-Wert und Temperaturdifferenz ergibt sich der Wärmefluss, also die Wärmemenge, die das Aggregat Stunde für Stunde wieder hinausschaffen muss.

Wärmefluss durch die Wand U-Wert × (Aussentemperatur − Innentemperatur) = Wärmefluss in W/m²
Dünne Hülle, wie im Seecontainer
Aufbau
63.5 mm Wand, 80 mm Decke/Boden
Durchschnittlicher U-Wert
0.35 W/m²K
+30 °C aussen, −20 °C innen
0.35 × 50 K
Wärmefluss
17.5 W/m²
Massgefertigtes Paneel, 140 mm
Aufbau
140 mm Sandwichpaneel rundum
Durchschnittlicher U-Wert
0.139 W/m²K
+30 °C aussen, −20 °C innen
0.139 × 50 K
Wärmefluss
6.95 W/m²

BeispielrechnungBeide Rechnungen nutzen dieselben angenommenen Bedingungen (+30 °C aussen, −20 °C innen) und gerundete U-Werte. Sie zeigen den Unterschied der Bauarten; Ihre Dämmstärke, Ihre Temperaturen und Ihr Strompreis ergeben andere Zahlen.

Die dickere Isolation senkt den Wärmefluss um rund 60 Prozent und damit genau den Anteil des Verbrauchs, der rund um die Uhr anfällt, unabhängig von Türen, Ware und Bedienung. Ein Schweizer Hersteller rechnet das für seinen 20-Fuss-Container mit 140 mm Isolation so vor: bei +30 °C aussen, −20 °C innen und 15 Betriebsstunden zieht die Anlage 2’602 Watt, das sind 39 kWh am Tag oder CHF 11.70 bei einem Arbeitspreis von CHF 0.30. Ein vergleichbarer Container mit dünner Isolation liegt im selben Beispiel bis zu 75 Prozent höher: rund 29 kWh Mehrverbrauch am Tag, CHF 8.80 mehr pro Tag, CHF 268 im Monat, CHF 3’216 im Jahr, und das bei einer Mietrate, die zunächst günstiger aussah.

Ebenfalls an der Hülle entschieden wird die Türbreite. Je breiter die Tür, desto mehr Kälte fällt bei jeder Öffnung heraus. Für das Einlagern von Paletten genügt in der Regel eine Türöffnung von 90 cm; alles darüber sollte einen Grund haben.

Beim Kauf ist dieser Wert deshalb die wichtigste Zahl in der Offerte: Nicht «isoliert» gehört ins Angebot, sondern die Isolationsstärke in Millimetern für Wand, Decke und Boden, dazu der Verbrauch in kWh je Tag mit den Bedingungen, unter denen er gemessen wurde. Wie sich der Unterschied über die Jahre auswirkt, zeigt die Gesamtkostenrechnung.

Bauart und Verbrauch klären

Sechs Hebel, die den Stromverbrauch verschieben

Zwei Container desselben Typs können sich im Verbrauch deutlich unterscheiden, je nachdem, wo sie stehen, wie sie beladen sind und wie oft die Tür aufgeht. Alle Zahlen dieses Abschnitts beziehen sich auf einen 20-Fuss-Container im Tiefkühlbetrieb bei −25 °C mit 2’880 kWh im Monat, gerechnet mit CHF 0.22 je kWh.

  1. Aussentemperatur

    bis +70 % im Hochsommer

    Der wichtigste Faktor von aussen: Jedes Grad Unterschied zwischen innen und aussen erhöht den Wärmeeintrag über Wände, Boden und Dach. Gute Geräte halten −25 °C auch bei +40 °C Aussentemperatur, aber mit entsprechender Laufzeit. Wer einen Sommereinsatz budgetiert, rechnet nicht mit Frühjahrswerten.

  2. Sollwert

    −15 % je 7 K höher

    Der schnellste Hebel, weil er nichts kostet: Den Sollwert von −25 °C auf −18 °C anzuheben senkt den Verbrauch um rund 15 Prozent oder CHF 1’140 im Jahr. Für tiefgekühlte Lebensmittel gilt in der Schweiz −18 °C als Grenze. Kälter als nötig kostet Geld, wärmer ist bei Tiefkühlware keine Option.

  3. Beladung

    bis −30 % je m³ Ware

    Eine halb leere Zelle kühlt vor allem Luft. Luft speichert kaum Kälte und entweicht bei jeder Türöffnung fast vollständig; gekühlte Ware dagegen puffert Schwankungen. Wer zwei halb gefüllte Container betreibt statt eines vollen, zahlt doppelt für dieselbe Ware.

  4. Türöffnungen

    +5.5 kWh je 5 Öffnungen

    Bei jeder Öffnung tauscht ein Tiefkühlcontainer fast sein ganzes Luftvolumen aus. Die einströmende Feuchtigkeit schlägt sich als Eis am Verdampfer nieder und erzwingt zusätzliche Abtauzyklen. Abhilfe: Entnahmen bündeln, Streifenvorhang oder Schleuse, bei hoher Frequenz eine kleine Pufferzelle.

  5. Standort und Abluft

    −10 % im Schatten

    Ein Container in der Vollsonne verbraucht rund 10 Prozent mehr als derselbe im Schatten. Ebenso wichtig ist die Luftführung: Steht die Aggregatseite zu dicht an einer Wand oder saugt sie die eigene Abluft an, steigt die Verflüssigungstemperatur. Faustregel: mindestens ein Meter frei vor dem Aggregat.

  6. Wartung und Betriebsart

    5 bis 10 % Verflüssiger

    Ein verschmutzter Verflüssiger kostet 5 bis 10 Prozent Verbrauch, eine vereiste Verdampferlamelle mehr. Eco-Modus, drehzahlgeregelte Verdichter und eine bedarfsgeführte statt zeitgesteuerte Abtauung bringen weitere Prozente. Beim Kauf ist der Wartungszustand Ihre Aufgabe, und ein Posten, der oft erst mit der Stromrechnung auffällt.

Aussentemperatur

AussenkWh am TagStrom je Monat
15 °C79CHF 521
20 °C87CHF 574
25 °C96CHF 634
30 °C108CHF 713
35 °C121CHF 799
40 °C136CHF 898

Zwischen einem milden Frühlingstag und einer Hitzewoche liegen rund 70 Prozent Mehrverbrauch.

Türöffnungen

Öffnungen je TagMehrverbrauchMehrkosten je Jahr
5+5.5 kWh/TagCHF 442
10+11 kWh/TagCHF 883
20+22 kWh/TagCHF 1’767
40+44 kWh/TagCHF 3’533

Ein Kommissionierbetrieb mit 40 Öffnungen am Tag zahlt allein dafür einen vierstelligen Betrag im Jahr.

RichtwerteBeide Tabellen rechnen denselben 20-Fuss-Container im Tiefkühlbetrieb bei −25 °C mit CHF 0.22 je kWh. Sie zeigen die Grössenordnung des Effekts. Ihr Container, Ihre Ware und Ihr Tarif ergeben andere Beträge.

Sparhebel im Überblick

Bezogen auf denselben 20-Fuss-Container bei −25 °C und 2’880 kWh im Monat:

MassnahmeEinsparungkWh je MonatCHF je Jahr
Beladung von 50 auf 90 Prozent erhöhen (je m³ Ware)−30 %−864−2’281
Sollwert von −25 °C auf −18 °C anheben−15 %−432−1’140
Standort verschatten statt Vollsonne−10 %−288−760
Entnahmen bündeln, Türdisziplin−8 %−230−607
Verflüssiger halbjährlich reinigen−7 %−202−533
Eco-Modus aktivieren−6 %−173−457

RichtwerteDie Prozentwerte sind Erfahrungswerte und nicht vollständig addierbar; die Frankenbeträge folgen aus dem oben genannten Rechenbeispiel. Schon zwei konsequent umgesetzte Massnahmen bringen aber typischerweise einen vierstelligen Betrag pro Jahr und Container.

Was einmalig anfällt: herunterkühlen und einfrieren

Zwei Vorgänge fallen aus dem Dauerbetrieb heraus und werden regelmässig übersehen.

Den leeren Container herunterkühlen
20-Fuss-Zelle von +20 °C auf −25 °C
4 bis 8 h Volllast
Energie einmalig
rund 60 kWh
Kosten
rund CHF 13

Kalkulatorisch harmlos, logistisch wichtig: Der Container muss betriebsbereit stehen, bevor die Ware kommt.

Die Ware einfrieren
10 t Ware von +5 °C auf −20 °C
rund 940 kWh Kälte
Strom bei realistischer Leistungszahl
rund 730 kWh
Kosten
rund CHF 161

Ein Kühlcontainer ist ein Lager, kein Froster: Wer vorgekühlte Ware einlagert, spart diesen Betrag und schont die Kühlkette.

BeispielrechnungBeide Rechnungen gehen von angenommenen Mengen und Temperaturen aus und sind auf CHF 0.22 je kWh gerechnet. Ihre Warenmenge, Ausgangstemperatur und Anlage führen zu anderen Werten.

Günstige Rate, teurer Betrieb: worauf Sie im Angebot achten

Auffällig günstige Angebote sind oft Container mit deutlich dünnerer Isolation. Die Anschaffung ist dann billiger, der Strom umso teurer, und zwar jeden Tag der Laufzeit. Diese Angaben gehören deshalb in jede Offerte:

  • Isolationsstärke in Millimetern für Wand, Decke und Boden, nicht nur die Angabe «isoliert»
  • U-Wert des Paneels in W/m²K oder die Wärmeleitfähigkeit des Schaums
  • Verbrauch in kWh je Tag samt den Bedingungen dazu: Aussentemperatur, Sollwert, Beladung, Betriebsstunden
  • Türbreite und Türausführung; 90 cm genügen für Paletten, jede zusätzliche Breite kostet bei jeder Öffnung Kälte
  • Sollwertbereich und ob Kühlen und Tiefkühlen mit demselben Gerät gefahren werden
  • Eco-Modus, drehzahlgeregelter Verdichter, bedarfsgeführte Abtauung
  • Kältemittel und wer die Meldung nach ChemRRV sowie die Dichtheitskontrollen trägt
  • Garantie, Serviceumfang und Ersatzteillage für die Kälteanlage
  • Anschluss und Abnahmestelle: Ein Container an einer bestehenden Industrieabnahmestelle statt an einem separaten Gewerbezähler senkt den Arbeitspreis ohne jede technische Massnahme

Angebote vergleichen lassen

Gesamtkosten: Warum irgendwann der Strom entscheidet

Wer nur Kaufpreis und Mietrate vergleicht, übersieht den grössten Posten. Ein Kühlcontainer läuft 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Der Strom für das Kühlaggregat summiert sich über die Laufzeit auf Beträge, die den Kaufpreis eines Seecontainers erreichen und übersteigen. Ab diesem Punkt zählt nicht mehr, was der Container gekostet hat, sondern wie viel Wärme seine Wände durchlassen.

Gesamtkosten über die Laufzeit Anschaffung oder Miete + Strom + Wartung und Service + Transport und Inbetriebnahme

Beispielrechnung: 20-Fuss-Container über drei Jahre

Die Annahmen stammen aus den Verbrauchswerten weiter oben und sind bewusst konservativ gewählt: Stromverbrauch eines 20-Fuss-Seecontainers 4.0 kWh je Betriebsstunde (Richtwert 3.5 bis 4.5), Strompreis CHF 0.22 je kWh (gewerbliche Tarife 2025 zwischen CHF 0.18 und 0.28), Miete CHF 850 pro Monat (Richtpreis CHF 600 bis 1’100). Kaufpreis und Wartung sind Annahmen für die Rechnung; Ihre Offerte kann davon abweichen.

Miete über 36 Monate
Miete 36 × CHF 850
CHF 30’600
Strom 4.0 kWh/h × 24 h × 365 Tage × 3 Jahre × CHF 0.22
CHF 23’126
Wartung
im Mietpreis
Gesamt
CHF 53’726
Kauf, Nutzung 36 Monate
Kaufpreis (Annahme)
CHF 25’000
Strom 105’120 kWh × CHF 0.22
CHF 23’126
Wartung 3 × CHF 1’000 (Annahme)
CHF 3’000
Gesamt
CHF 51’126

BeispielrechnungAlle Beträge folgen aus den oben genannten Annahmen für Verbrauch, Strompreis, Miete, Kaufpreis und Wartung. Sie zeigen das Verhältnis der Kostenblöcke, nicht Ihre Kosten. Mit dem Rechner darunter setzen Sie Ihre eigenen Werte ein.

Drei Dinge fallen auf. Erstens: Der Strom macht in beiden Fällen 43 bis 45 Prozent der Gesamtkosten aus, rund CHF 7’700 pro Jahr. Zweitens: Nach etwas mehr als drei Jahren hat allein die Stromrechnung den angenommenen Kaufpreis eingeholt. Drittens: Miete und Kauf liegen über drei Jahre nahe beieinander; der Kauf wird danach mit jedem weiteren Monat günstiger, trägt aber Ausfallrisiko, Reparaturen und Wiederverkauf selbst.

Jetzt der entscheidende Schritt: Ein massgefertigter Container mit 140 bis 220 mm Isolation braucht deutlich weniger Strom. Sinkt der Verbrauch um 40 Prozent, von 4.0 auf 2.4 kWh je Stunde, fallen die Stromkosten von CHF 7’709 auf CHF 4’625 pro Jahr. Das sind CHF 9’250 Ersparnis über drei Jahre und CHF 15’417 über fünf Jahre. Damit finanziert die Effizienz einen erheblichen Teil des höheren Kaufpreises. Wie gross der Unterschied in Ihrem Betriebspunkt ausfällt, zeigen die Werte im Abschnitt Stromverbrauch; gegenüber dünn gedämmten Modellen rechnet ein Schweizer Hersteller mit bis zu 75 Prozent höheren Stromkosten.

Ihre Zahlen: Miete oder Kauf über die Laufzeit

Startwerte wie in der Beispielrechnung. Passen Sie Laufzeit, Strompreis und Verbrauch an Ihren Fall an; die Ergebnisse aktualisieren sich sofort.

Monate
Rp./kWh
Arbeitspreis Ihres Netzbetreibers
kWh/h
Richtwert Seecontainer: 20 Fuss 3.5 bis 4.5, 40 Fuss 7 bis 9 (alle Werte je Bauart)
h
Kauf
CHF
CHF
CHF
Miete
CHF
Richtpreis 20 Fuss: CHF 600 bis 1’100
CHF
kWh/h
Massgefertigte 20-Fuss-Zelle im Kühlbetrieb: 2.4 kWh/h (58 kWh am Tag); den Wert Ihres Modells nennt die Offerte

Richtwerte ohne Gewähr. Nicht enthalten: Restwert beim Wiederverkauf, Zinsen, Versicherung, Steuern und die Mehrwertsteuer. Massgebend ist die Offerte des ausführenden Betriebs.

Die Stromzeile dieser Rechnung ist keine feste Grösse: Isolation, Aussentemperatur, Sollwert, Beladung, Türöffnungen, Standort und Wartungszustand verschieben sie deutlich. Was das je Massnahme in Franken bedeutet, steht mit Zahlen im Abschnitt Sechs Hebel, die den Verbrauch verschieben.

Aufstellung: Innen wie aussen, am Boden oder an der Rampe

Ein gekaufter Kühlcontainer ist keine Baustelle. Er kommt steckerfertig auf dem Lastwagen oder der Wechselpritsche, wird mit dem Kran abgesetzt, ans Netz angeschlossen und läuft. Wo er steht, entscheiden Sie: im Freien, direkt am Gebäude oder in der Halle. Weil der Container im Leerzustand versetzbar bleibt, lässt er alle Optionen für einen späteren Umbau offen.

Im Freien auf ebenem Grund

Auf dem Hof, dem Parkplatz oder dem Werkgelände. Braucht einen tragfähigen, ebenen Untergrund und einen Kranstellplatz für die Anlieferung.

  • Freiraum vor dem Kondensator für die Abluft
  • 400-V-Anschluss mit 32-A-CEE-Steckdose in Reichweite
  • Schattiger Standort senkt den Verbrauch

An der Rampe oder mit Wanddurchbruch

Der Container dockt an die Laderampe an oder wird passgenau in einen Wandausschnitt gesetzt: Der Zellenbereich ist von der Küche oder dem Lager aus zugänglich, der Maschinenraum bleibt draussen.

  • Keine Wege über den Hof, keine Kälte im Gebäude
  • Höhenverstellbare Untergestelle gleichen Rampen aus
  • Beliebt bei Metzgereien, Heimen und Spitälern

In der Halle

Innenaufstellung schützt vor Wetter und Sonne und hält die Anlage aus der Lärmzone. Die Abwärme des Kondensators muss dann aus der Halle geführt werden.

  • Kondensator getrennt aussen oder wassergekühlt
  • Hallentor und Kranbahn für das Einbringen prüfen
  • Ideal für Labore, Prüfstände und Reinraumnähe

Grössen nach Mass: Vom 10-Fuss-Container bis zum Kombi

Beim Kauf sind Sie nicht an die ISO-Masse gebunden. Konzipierte Container werden in Längenstufen von 3 bis rund 10.6 m gebaut, auf Wunsch mit 2.98 m Breite («PLUS») statt 2.44 m, was pro Reihe eine Palette mehr ergibt. Sondermasse sind auf Wunsch möglich: Länge, Breite, Türen, Kammern und Regale werden pro Auftrag festgelegt. Die Grafik stellt die gängigen Längen im gleichen Massstab nebeneinander, die Tabelle darunter zeigt typische Baugrössen eines Schweizer Herstellers. Alle Modelle laufen mit 400 V / 50 Hz an einem 5-poligen 32-A-Stecker und decken +30 bis −30 °C ab.

Längen im gleichen Massstab

Baulängen der Kühlcontainer von 10 bis 45 Fuss und Sondermass Sieben Balken im gleichen Massstab: 10 Fuss mit 2.99 Metern, 15 Fuss mit 4.54 Metern, 20 Fuss mit 6.06 Metern, 25 Fuss mit 7.62 Metern, 35 Fuss mit 10.67 Metern, 40 Fuss mit 12.19 Metern und 45 Fuss High Cube mit 13.72 Metern. 10, 20, 40 und 45 Fuss sind genormte Seecontainer, 15, 25 und 35 Fuss massgefertigte Baulängen. Ein achter, gestrichelter Balken steht für Sondermasse, deren Länge frei nach Bedarf festgelegt wird. 10 Fuss 2.99 m 15 Fuss 4.54 m 20 Fuss 6.06 m 25 Fuss 7.62 m 35 Fuss 10.67 m 40 Fuss 12.19 m 45 Fuss HC 13.72 m Sondermass nach Bedarf

Breite, Höhe und Kammern

Breite und Höhe der Kühlcontainer sowie der Kombi-Container mit zwei Kammern Zwei Frontansichten neben einer 1.80 Meter grossen Person: der Standardcontainer mit 2.44 Metern Breite und 2.59 Metern Höhe, daneben die PLUS-Ausführung mit 2.98 Metern Breite und 2.90 Metern Höhe; die zusätzlichen 0.54 Meter Breite sind hervorgehoben. Eine gestrichelte Linie zeigt die High-Cube-Höhe von 2.896 Metern. Darunter ein Kombi-Container in Draufsicht mit Maschinenraum und zwei getrennt geregelten Kammern, deren Trennwand sich verschieben lässt. 1.80 m High Cube 2.896 m 2.44 m Standard 2.44 × 2.59 m 2.98 m PLUS-Breite 2.98 × 2.90 m +0.54 m Kombi: zwei Kammern, ein Maschinenraum Kühlen Tiefkühlen
  • Seecontainer nach ISO 668: 10, 20, 40 und 45 Fuss, als Standard oder High Cube
  • Massgefertigte Container: auch Zwischenlängen wie 15, 25 oder 35 Fuss, auf Wunsch 2.98 m breit
  • Sondermass auf Wunsch: Länge, Breite, Türen, Kammern und Regale nach Bedarf
Alle Längen im gleichen Massstab. Seecontainer folgen den ISO-Massen, massgefertigte Container werden in Zwischenlängen und auf Sondermass gebaut; Länge, Breite, Türen und Kammern legen Sie vor dem Bau fest.
BaugrösseAussenmass (L × B × H)EuropalettenVorabsicherungGewicht leer
10 Fuss3.00 × 2.44 × 2.56 m320 A1’700 kg
15 Fuss4.54 × 2.44 × 2.56 m620 A2’500 kg
15 Fuss PLUS4.55 × 2.98 × 2.56 m720 A3’200 kg
20 Fuss6.06 × 2.44 × 2.56 m825 A3’200 kg
20 Fuss PLUS6.06 × 2.98 × 2.70 m1125 A3’820 kg
25 Fuss7.62 × 2.44 × 2.52 m1225 A3’800 kg
25 Fuss PLUS7.48 × 2.98 × 2.90 m1532 A4’200 kg
35 Fuss PLUS10.67 × 2.98 × 2.90 m2125 A5’000 kg

Wer Kühl- und Tiefkühlraum braucht, aber nur einen Stellplatz hat, nimmt einen Kombi-Container: zwei getrennt geregelte Kammern in einem Gehäuse, jede im Plus- wie im Minusbereich nutzbar, ein Maschinenraum, ein Stromanschluss.

Kombi-ContainerAussenmass (L × B × H)Nutzfläche Kühl / TiefkühlEuropalettenGewicht leer
Kombi 10.107.41 × 2.89 × 2.53 m7.6 m² / 7.6 m²43’720 kg
Kombi 15.108.70 × 2.97 × 2.90 m10.9 m² / 7.3 m²84’310 kg
Kombi 15.1510.06 × 2.97 × 2.90 m10.9 m² / 10.9 m²95’040 kg
Kombi 20.1511.60 × 2.97 × 2.90 m14.7 m² / 10.9 m²126’300 kg

RichtwerteHerstellerangaben, gerundet. Beide Tabellen zeigen gängige Baugrössen, keine feste Auswahl. Länge, Breite, Kammern, Türen und Ausstattung werden je Auftrag festgelegt, Sondermasse sind möglich.

Seecontainer folgen den ISO-Massen 10, 20, 40 und 45 Fuss; deren Innenmasse und Palettenplätze finden Sie auf der Seite Kühlcontainer mieten.

Was der Standort mitbringen muss

  • Untergrund: eben und tragfähig für 1.7 bis über 6 Tonnen Leergewicht plus Ladung; bei weichem Boden Fundamentplatten oder Streifenfundamente.
  • Zufahrt: Lastwagen mit Kran oder Wechselpritsche muss bis an den Stellplatz kommen; Durchfahrtshöhen und Kurvenradien vorab prüfen.
  • Strom: 400 V, 50 Hz, 3-phasig, 32-A-CEE-Steckdose, Vorabsicherung 20 bis 32 A je Modell; bauseits zu erstellen.
  • Abluft: Freiraum vor dem Kondensator, damit die Abwärme abziehen kann; bei Innenaufstellung Abluftführung planen.
  • Kondensat und Abtauung: Ablauf oder Verdunstungsschale einplanen, damit kein Wasser vor der Tür gefriert.

Standort und Grösse anfragen

Welche Temperaturen ein Kühlcontainer erreicht

Die Zieltemperatur ist die erste Frage jeder Anfrage. Sie bestimmt Isolationsstärke, Kälteanlage, Abtauung, Personenschutz und am Ende den Stromverbrauch. Je tiefer die Temperatur, desto wichtiger werden Schleuse, Redundanz und Alarmierung, weil ein Ausfall bei −80 °C innert Stunden teuer wird. Die Übersicht zeigt, welche Bereiche unsere Kollegen in der Schweiz liefern und bauen.

Temperaturleiter der Kühl- und Tiefkühlcontainer von +65 °C bis −110 °C Senkrechte Skala von plus 65 Grad oben bis minus 110 Grad unten. Markiert sind Warmlagerung plus 30 bis plus 65 Grad, Kühlen plus 30 bis minus 2 Grad, Tiefkühlen minus 18 bis minus 30 Grad, Schockfrosten und Kältetests minus 40 bis minus 45 Grad, Superfreezer minus 60 bis minus 70 Grad, Ultra-Tiefkühlung minus 80 Grad sowie der hervorgehobene Bereich unter minus 80 Grad, der im Sonderbau bis minus 110 Grad reicht. +65 °C +30 °C 0 °C −18 °C −30 °C −45 °C −70 °C −80 °C −110 °C Warmlagerung Kühlen +30 bis −2 °C Tiefkühlen Schockfrosten −40 bis −45 °C Superfreezer −60 bis −70 °C Ultra-Tiefkühlung unter −80 °C Sonderbau bis −110 °C
Die Leiter zeigt, wie weit Kühl- und Tiefkühlcontainer reichen: Standardgeräte decken den Bereich von +30 bis −30 °C ab, Spezialbauten gehen bis −45 und −70 °C, Ultra-Tiefkühlcontainer auf −80 °C. Unter −80 °C beginnt der Sonderbau mit redundanten Kreisläufen, der auf Bestellung bis −110 °C gebaut wird.
+30 bis +65 °C

Warmlagerung und Konditionieren: Temperier- und Klimacontainer für Materialtests, das Vorwärmen von Bauteilen oder das Konditionieren von Mustern. Sonderanlagen, die unsere Kollegen projektbezogen offerieren.

+30 bis −2 °C

Kühlen: Frischware, Getränke, Obst und Gemüse, Pharmaprodukte bei +2 bis +8 °C. Der Bereich jedes Standardcontainers, häufig mit steuerbarer Belüftung.

−18 bis −30 °C

Tiefkühlen: Tiefkühlkost, Fleisch, Backwaren, Zwischenlager der Produktion. Standardbereich beider Bauarten; massgefertigte Container erreichen −30 °C ohne Zusatztechnik.

−40 bis −45 °C

Spezial: Schockfrosten und Kältetests: Schnellabkühl- und Schockfrostanlagen, Kaltstart- und Bauteiltests, redundante Kammern mit Schleuse. Spezialbau mit stärkerer Isolation und leistungsstärkerer Kälteanlage.

−60 bis −70 °C

Tiefsttemperatur: Superfreezer-Reefer für Thunfisch und Sonderprodukte, Lagerung von Proben. Zweistufige Kälteanlagen, Datenlogger, Alarmierung.

−80 °C

Ultra-Tiefkühlung: Impfstoffe, Forschungs- und Medizinproben, Biobanken. Containeranlagen mit redundanter Kälteanlage ersetzen ganze Räume voller Ultra-Tiefkühlschränke.

unter −80 °C

Sonderbau bis −110 °C für Pharma und Spezialchemie: Einzelanfertigungen mit redundanten Kreisläufen, Fernüberwachung und Beschickungsschleuse bei −20 bis −25 °C. Entwicklung und Bau in der Schweiz.

Verschiedene Temperaturen in einem Container fahren

Moderne Regelungen lassen sich am Container oder per Fernzugriff auf einen neuen Sollwert stellen: Aus dem Kühlcontainer wird ein Tiefkühlcontainer, wenn die Kälteanlage für beide Bereiche ausgelegt ist. Kombi-Container lösen den Bedarf nach zwei Temperaturen anders: zwei getrennt geregelte Kammern, ein Maschinenraum, ein Stromanschluss. Wer dagegen zwischen tiefen Minus- und hohen Plusgraden wechseln muss, braucht einen Klima- oder Prüfcontainer, den nächsten Abschnitt.

Klima- und Prüfcontainer

Grosse Temperaturspannen: Von der Arktis bis in die Wüste

Lagern ist die eine Aufgabe, Prüfen die andere. Militär, Fahrzeug- und Batteriehersteller brauchen Container, die nicht eine Temperatur halten, sondern ganze Klimazonen nachstellen: heute Polarnacht, morgen Wüstenmittag, dazwischen der Wechsel mit Kondensat und Vereisung. Je nach Hersteller erreichen solche Container Spannen von −40 bis +60 °C im Klimacontainer und −70 bis +85 °C im Sonderbau, mit Heizregister und Kaskadenkälte in einer Anlage.

KlimazonePrüftemperaturTypische Prüflinge
Arktis und Polarregion−50 bis −30 °CKaltstart von Motoren und Fahrzeugen, Hydraulik, Dichtungen, Batterien unter Last, Winterausrüstung
Tundra und Hochgebirge−40 bis +10 °C mit Tag-Nacht-WechselFahrzeuge und Geräte im Wechselklima, Vereisung, Kondensat in Elektronik
Gemässigte Zone−20 bis +35 °CReferenzbedingungen, Lagertests, Dauerläufe
Tropen+25 bis +45 °C bei hoher LuftfeuchteKorrosion, Schimmel, Elektronik und Batterien bei Feuchte
Wüste+45 bis +70 °CKühlung von Fahrzeugen und Aggregaten, Kunststoffe, Klebungen, Batterien bei Hitze

Richtwerte für die Auslegung. Massgebend sind die Prüfnormen des Auftraggebers, etwa MIL-STD-810 für militärisches Gerät, ISO 16750 für Fahrzeugelektronik oder UN 38.3 mit dem Temperaturwechsel zwischen −40 und +72 °C für Lithiumbatterien.

Was die grosse Spanne technisch verlangt

  • Kälte und Wärme in einer Anlage: Kaskadenkälte für die tiefen Werte, Heizregister für die hohen; beides über eine programmierbare Regelung mit Rampen und Haltephasen. Die Wechselrate, also wie schnell der Container von −40 auf +60 °C kommt, ist ein Auslegungsmerkmal und unterscheidet Hersteller deutlich.
  • Isolation für beide Richtungen: 170 bis 220 mm Sandwichpaneele, damit die Spanne mit vertretbarer Anschlussleistung erreichbar bleibt; Türrahmenheizung und Druckausgleich für den Wechsel.
  • Feuchte und Kondensat: Für Tropen- und Tundra-Profile eine Befeuchtung und Entfeuchtung, damit Elektronik und Batterien mit realem Kondensat geprüft werden können. Ohne Feuchteregelung ist es ein Temperatur-, kein Klimacontainer.
  • Prüflinge in Betrieb: Kabeldurchführungen für Messtechnik, Lade- und Entladeeinheiten, Kraftstoff- und Kühlmittelleitungen; Steckdosen und Datenanschlüsse im Innenraum, Beobachtungsfenster oder Kamera.
  • Grösse nach Prüfling: Ein Personenwagen passt in einen 20-Fuss-Container mit Einfahrtür, Lieferwagen und Fahrzeuge mit Anhänger brauchen 40 Fuss oder einen Container nach Mass mit 2.98 m Breite. Für Batteriemodule und Bauteile genügt oft ein 10-Fuss-Container.
  • Personenschutz: Zutritt bei −40 °C oder +60 °C nur mit Freigabe, Innenentriegelung, Notruf, Not-Aus für Kälte und Heizung, Aufenthaltsregeln nach SUVA.

Batterien prüfen und lagern

Batteriehersteller und alle, die Batterien in ihre Produkte verbauen, vom E-Bike über Werkzeuge und Drohnen bis zum Fahrzeug, prüfen Zellen, Module und ganze Geräte über die volle Klimaspanne: Kapazität und Innenwiderstand bei Kälte, Alterung und Sicherheit bei Hitze, Laden und Entladen unter Last bei jeder Temperatur. Der Container ist dafür die günstige Alternative zur begehbaren Klimakammer in der Halle, weil er draussen steht und im Ernstfall keine Produktion gefährdet. Zwei Dinge kommen dazu: ein Brandschutzkonzept mit Rauch- und Gasdetektion, Abluft, Löschanlage oder Sandbett und Abstand zu Gebäuden, sowie eine Lade- und Entladeeinheit ausserhalb des Prüfraums mit Durchführungen. Für die reine Lagerung von Zellen und Akkus gelten wiederum andere Werte: kühl und trocken bei rund +15 bis +25 °C mit begrenztem Ladezustand, im Kühlcontainer mit Feuchteregelung und getrennt vom übrigen Lager.

Umgebung und Aufstellort beeinflussen die Leistung

Luftgekühlte Kondensatoren sind typischerweise auf +37 °C Umgebungstemperatur ausgelegt. Steht der Container in praller Sonne oder in einer schlecht belüfteten Halle, sinkt die Kälteleistung und der Verbrauch steigt. Für Tiefsttemperaturen und Klimatests lohnt sich ein schattiger, gut belüfteter Stellplatz oder eine wassergekühlte Ausführung.

Klima- und Prüfcontainer werden auf das Prüfprogramm hin gebaut: Spanne, Wechselrate, Feuchte, Durchführungen und Brandschutz gehören in die Anfrage. Für gelegentliche Prüfkampagnen lohnt sich die Miete, bei laufender Entwicklung der Kauf.

Temperaturbereich mit einem Kollegen klären

Autark ohne Netzanschluss: Stromerzeuger und Diesel-Aggregate

Nicht jeder Stellplatz hat eine 400-V-Steckdose in Reichweite: das Feldlager, die Ernte auf dem Feld, das Openair auf der Wiese, die Baustelle, der Hafenkai oder der Einsatz nach einem Stromausfall. Kühl- und Tiefkühlcontainer laufen dann autark mit Diesel, auf zwei Wegen: mit einem mobilen Stromerzeuger, der neben dem Container steht, oder mit einem Aggregat, das direkt am Container montiert ist und aus dem eigenen Tank betankt wird. Ein Batteriespeicher kann beide Wege ergänzen.

Mobiler Stromerzeuger daneben

Ein separater Generator versorgt einen oder mehrere Container und bei Bedarf weitere Verbraucher wie Beleuchtung, Küche oder Zelt. Der Container bleibt unverändert und ISO-konform.

  • Für einen 20-Fuss-Seecontainer sind Aggregate um 15 bis 20 kVA üblich; massgebend ist der Anlaufstrom des Verdichters
  • Ein Generator kann mehrere Container und Kombi-Anlagen speisen
  • Abstand zum Container für Abgas und Lärm, Kabelweg und Verteiler einplanen
  • Passende Geräte: Stromerzeuger mieten

Aggregat direkt am Container

Undermount-Aggregate sitzen unter dem Chassis, Clip-On-Aggregate an der Stirnwand des Seecontainers. Container und Stromerzeugung bilden eine Einheit, die als Ganzes verladen wird.

  • Integrierter Dieseltank für 10 bis 12 Stunden; grössere oder externe Tanks verlängern den Intervall auf Tage
  • Clip-On-Ausführungen überschreiten die ISO-Masse; auf dem Transportweg gesondert behandeln
  • Nur im Freien oder auf Deck, nie in der Halle
  • Motorwartung nach Betriebsstunden kommt zur Kälteanlage hinzu

Hybrid mit Batteriespeicher

Ein Speicher übernimmt die Nacht, der Generator lädt ihn tagsüber und läuft dabei im günstigen Lastbereich statt stundenlang in Teillast.

  • Leise Nächte für Events in Wohnquartieren
  • Weniger Dieselverbrauch und Betriebsstunden am Motor
  • Projektbezogen ausgelegt; Stromspeicher stellen die Kollegen für Stromerzeuger bereit

Diesel statt Netzstrom: Was der autarke Betrieb kostet

Autark heisst nicht günstig. Ein Dieselaggregat wandelt Kraftstoff mit Verlusten in Strom um; im Teillastbetrieb, wie ihn ein taktender Kühlcontainer erzeugt, liegt der Verbrauch als Richtwert bei 0.3 bis 0.4 Liter Diesel je erzeugte Kilowattstunde. Der Stromverbrauch des Containers bleibt derselbe wie am Netz, die Energiequelle wird nur teurer.

Dieselverbrauch je Betriebsstunde Leistungsaufnahme des Containers in kWh/h × 0.3 bis 0.4 l/kWh = Liter Diesel je Stunde
Netzstrom, 20-Fuss-Seecontainer, 30 Tage
Verbrauch 4.0 kWh/h × 24 h × 30 Tage
2’880 kWh
Strompreis CHF 0.22 je kWh
CHF 634
Anschluss
bauseits vorhanden
Energie im Monat
CHF 634
Diesel, gleicher Container, 30 Tage
2’880 kWh × 0.35 l/kWh
1’008 l Diesel
Dieselpreis CHF 1.80 je Liter (Annahme)
CHF 1’814
Aggregat: Miete oder Abschreibung, Service
kommt hinzu
Energie im Monat
ab CHF 1’814

BeispielrechnungGerechnet mit angenommenen Preisen von CHF 0.22 je kWh und CHF 1.80 je Liter Diesel sowie einem Verbrauch von 4.0 kWh je Stunde. Mit Ihrem Tarif, Ihrem Dieselpreis und Ihrem Container ergeben sich andere Beträge.

Der Diesel kostet in diesem Beispiel rund das Dreifache des Netzstroms, dazu kommen Aggregat, Betankung und Motorwartung. Autarker Betrieb lohnt sich deshalb dort, wo kein Netz liegt, ein temporärer Anschluss teurer wäre oder der Einsatz nur Tage dauert. Zwei Folgerungen für die Planung: Ein effizienter Container zahlt sich am Aggregat doppelt aus, weil der halbe Stromverbrauch den halben Diesel und ein kleineres Aggregat bedeutet. Und sobald ein Netzanschluss verfügbar ist, lohnt sich der Wechsel ans Netz, auch mitten im Einsatz. Ihren Fall rechnen Sie im Gesamtkostenrechner; setzen Sie dort statt des Strompreises die Dieselkosten je Kilowattstunde ein (Literpreis × Liter je kWh, im Beispiel 1.80 × 0.35 = 63 Rappen).

Betankung, Tankgrösse und Laufzeit

  • Intervall: Mit dem integrierten Tank eines Undermount- oder Clip-On-Aggregats ist täglich zu tanken. Für Wochen und Monate braucht es einen grösseren Tank am Aggregat oder einen externen Tank mit Tankwagen-Service.
  • Reserve: Steht der Motor, steigt die Temperatur; bei −80 °C wird das innert Stunden teuer. Füllstandalarm, Fernüberwachung und eine Reserve von mindestens einem Tag gehören zur Auslegung.
  • Winter: Bei Frost Winterdiesel tanken und den Kaltstart des Motors sicherstellen; Aggregate für Einsätze im Gebirge oder im Feldlager brauchen Vorwärmung.
  • Lagerung: Kraftstoff nur in zugelassenen, doppelwandigen Tanks oder mit Auffangwanne lagern; Gewässerschutz und feuerpolizeiliche Vorgaben des Standorts gelten auch für temporäre Anlagen.
  • Abrechnung: Diesel ist bei der Miete meist ein eigener Posten neben Container und Aggregat; klären Sie, wer betankt und wie der Verbrauch erfasst wird.

Lärm, Abgase und Aufstellung des Aggregats

  • Lärm: Ein Dieselmotor ist lauter als die Kälteanlage. Schallgedämmte Aggregate in Kapsel, Abstand zu Fenstern und die Hybridlösung mit Speicher für die Nacht halten die Grenzwerte der Lärmschutz-Verordnung ein.
  • Abgase: Aggregate laufen ausschliesslich im Freien. Abgasführung weg von Türen, Fenstern und Lüftungsöffnungen; in Zelten, Hallen und unter Deck ohne Abgasführung besteht Lebensgefahr durch Kohlenmonoxid.
  • Standort: Ebener Untergrund, Zufahrt für Tankwagen, Kabelweg ohne Stolperstellen und ein Verteiler mit Fehlerstromschutz. Dual-Voltage-Container laufen an 230 V wie an 400 V.
  • Notstrom am Netz: Wer den Container am Netz betreibt, aber Proben oder Impfstoffe bei −80 °C lagert, sieht eine Einspeisung mit Umschalter vor. Ein mobiler Stromerzeuger springt dann bei Netzausfall ein, ohne dass die Elektrik umgebaut werden muss.

Beim Kauf lässt sich das Aggregat gleich mitbestellen: Seecontainer sind mit Undermount- oder Clip-On-Genset erhältlich, massgefertigte Container erhalten auf Wunsch eine Notstrom-Einspeisung. Nennen Sie in der Anfrage, ob der Container dauerhaft ohne Netz läuft oder nur im Notfall; davon hängt ab, ob sich ein festes Aggregat oder ein Umschalter für einen Mietgenerator lohnt.

Autarke Lösung anfragen

Lautstärke: Was Nachbarn, Gäste und Mitarbeitende hören

Ein Kühlcontainer läuft Tag und Nacht. Was tagsüber auf dem Werkgelände untergeht, ist nachts in der Wohnzone das lauteste Geräusch weit und breit. Zwei Quellen erzeugen den Schall: der Verdichter und die Ventilatoren des Kondensators, die die Abwärme nach draussen blasen. Beim Seecontainer sitzt das Aggregat offen an der Stirnwand, ausgelegt auf tropische Umgebungen und volle Luftleistung; entsprechend hörbar läuft es. Bei massgefertigten Containern liegt die Kälteanlage in einem eigenen Maschinenraum im Container, und leistungsgeregelte Verdichter laufen im Teillastbetrieb deutlich ruhiger. Schweizer Hersteller bewerben genau damit den Betrieb in Innenstädten und Wohngebieten.

Grenzwerte in der Schweiz: Lärmschutz-Verordnung

Das Kühlaggregat gilt als Industrie- und Gewerbelärm. Massgebend ist die Lärmschutz-Verordnung (LSV, Anhang 6) mit Belastungsgrenzwerten je nach Empfindlichkeitsstufe der Zone, in der die Nachbarn wohnen. Beurteilt wird nicht der Schallpegel am Container, sondern der Beurteilungspegel am offenen Fenster der Nachbarn, getrennt nach Tag (7 bis 19 Uhr) und Nacht.

Zone (Empfindlichkeitsstufe)Planungswert Tag / NachtImmissionsgrenzwert Tag / Nacht
ES II: Wohnzone55 / 45 dB(A)60 / 50 dB(A)
ES III: Misch- und Gewerbezone mit Wohnen60 / 50 dB(A)65 / 55 dB(A)
ES IV: Industriezone65 / 55 dB(A)70 / 60 dB(A)

Für neue Anlagen gilt der Planungswert. Zur Einordnung: 45 dB(A) in der Nacht entsprechen etwa einem leisen Wohnzimmer; ein offen laufendes Kühlaggregat in wenigen Metern Abstand liegt deutlich darüber. Der Schalldruck nimmt mit jeder Verdopplung der Distanz um rund 6 dB ab, weshalb der Abstand zum nächsten Fenster die wichtigste Stellschraube ist.

So wird der Container leiser

  • Bauart wählen: Innenliegende, leistungsgeregelte Kälteanlage statt offenem Stirnwand-Aggregat, wenn Nachbarn in Hörweite sind.
  • Ausrichten: Kondensator und Abluft vom nächsten Wohnhaus weg drehen; Gebäude als Schallschatten nutzen.
  • Abstand und Untergrund: Abstand zur Grundstücksgrenze einplanen; Container auf Gummilagern absetzen, damit keine Vibrationen in den Boden gehen.
  • Nachtabsenkung: Türen nachts geschlossen halten, Abtauung tagsüber ansetzen; leistungsgeregelte Anlagen laufen nachts im Teillastbetrieb.
  • Schallschutz nachrüsten: Schallschutzwand oder Kulissenschalldämpfer vor dem Kondensator, wenn der Standort keine Wahl lässt.
  • Datenblatt anfordern: Schallleistungspegel des Modells vor der Bestellung erfragen; bei kritischen Standorten eine Lärmprognose vom Fachbetrieb erstellen lassen.

Beim Kauf zahlt sich ein leises Modell doppelt aus: Es erspart Beschwerden und nachträgliche Schallschutzmassnahmen, und es signalisiert eine effiziente, geregelte Kälteanlage, die auch weniger Strom braucht.

Technik im Detail: Anschluss, Regelung, Überwachung, Schutzart

Vier Fragen tauchen in fast jeder Anfrage aus Industrie, Labor und Pharma auf. Hier die Antworten, die Sie für die Vorbereitung brauchen; die genauen Werte Ihres Modells stehen im Datenblatt, das der Kollege mit der Offerte liefert.

Stromanschluss und elektrische Leistungsaufnahme

  • Anschluss: 400 V, 50 Hz, 3-phasig über einen 5-poligen CEE-Stecker mit 32 A; die bauseitige Vorabsicherung liegt je nach Modell bei 20 bis 32 A. Seecontainer nach ISO 1496-2 sind auf maximal 15 kW beziehungsweise 18.75 kVA ausgelegt; Modelle mit Transformator (Dual Voltage) laufen an 230 V wie an 400 V.
  • Leistungsaufnahme: Sie ist beim Herunterkühlen am höchsten und sinkt, sobald die Zieltemperatur erreicht ist. Für einen 20-Fuss-Seecontainer gelten 3.5 bis 4.5 kW im Mittel, massgefertigte Container liegen dank dicker Isolation deutlich darunter; die Werte je Bauart und Betriebsart stehen im Abschnitt Stromverbrauch. Bei −70 °C und tiefer arbeiten zweistufige oder Kaskaden-Kälteanlagen mit entsprechend höherer Anschlussleistung.
  • Anlaufstrom: Beim Start ziehen Verdichter ein Mehrfaches des Nennstroms; Seecontainer bis zu 150 A. Wer über einen Stromerzeuger versorgt, dimensioniert ihn mit Reserve; unsere Kollegen für Stromerzeuger stimmen Generator und Container aufeinander ab. Was der Betrieb mit Diesel kostet, steht im Abschnitt Autark ohne Netzanschluss.

Regelung: Verschiedene Temperaturen fahren

  • Sollwert: Am Bedienpanel oder per Fernzugriff einstellbar. Standardcontainer decken +30 bis −30 °C ab; ein Wechsel von Kühl- auf Tiefkühlbetrieb ist ein Sollwertwechsel, kein Umbau.
  • Kalt und warm: Für Bereiche wie −70 bis +65 °C braucht es eine Sonderausführung mit Heizregister, verstärkter Isolation und Kaskadenkälte. Solche Kalt- und Warmlagerungscontainer bauen und vermieten unsere Kollegen projektbezogen; Klima- und Prüfcontainer mit noch grösserer Spanne stellen ganze Klimazonen nach.
  • Temperaturprofile: Spezialcontainer mit programmierbarer Regelung fahren Rampen und Haltephasen automatisch, etwa für Klimatests. Abtauzyklen, Alarmgrenzen und Verzögerungszeiten sind einstellbar.
  • Zwei Temperaturen gleichzeitig: Kombi-Container mit zwei getrennt geregelten Kammern und einem Stromanschluss.

Fernüberwachung und eigene Messtechnik

  • Herstellerseitig: Fernzugriff auf Temperatur, Sollwert, Abtauung und Alarme über Mobilfunk; Störmeldungen per SMS oder E-Mail; Fernwartung durch den Servicepartner. Datenlogger zeichnen den Temperaturverlauf für Chargen- und Audit-Nachweise auf.
  • Eigene Messtechnik: Für Fühler, Datenlogger oder ein Monitoringsystem des Betreibers werden Wanddurchführungen mit Dichtstopfen vorgesehen, dazu Steckdosen im Innenraum. Bei Sonderbauten lassen sich Fühlerpositionen und Durchführungen vorab planen; nachträglich sind sie mit etwas Aufwand möglich.
  • Qualifizierung: Für GMP- und GDP-nahe Prozesse begleiten Fachbetriebe Temperatur-Mapping, IQ/OQ-nahe Dokumentation und Alarmierungskonzepte.

Elektronik, Schutzart und Explosionsschutz

  • Schutzart: Schaltschrank und Steuerung im Aussenbereich sind gegen Spritzwasser und Staub geschützt (Schutzart IP54 oder höher), Leuchten und Steckdosen im Kühlraum gegen Feuchte und Kondensat (IP65). Die genaue Angabe je Komponente steht im Datenblatt.
  • Explosionsschutz: Standardcontainer sind nicht explosionsgeschützt. Für die Lagerung von Lösungsmitteln, entzündlichen Chemikalien oder Gasen ist eine Ex-Ausführung nötig: Ex-geschützte Leuchten und Verdampfer im Innenraum, Schalt- und Steuerelemente ausserhalb der Zone, Erdung und Ableitung. Das ist ein Sonderbau, der mit der Zoneneinteilung (ATEX) des Betreibers geplant wird.
  • Personenschutz: Türen von innen jederzeit öffenbar, Notruf oder Alarm im Innenraum, Notbeleuchtung, Not-Aus für das Aggregat. Schweizer Hersteller bauen nach SUVA-Vorgaben, Seecontainer werden für den Personenzutritt entsprechend nachgerüstet.
  • Hygiene und Böden: Edelstahlböden mit Rutschhemmung R11/R12 und bis 1’000 kg/m² Belastbarkeit für Hubwagen und Regale; T-Boden aus Aluminium bei Seecontainern.

Kältemittel: ChemRRV und Stand der Technik

  • Vorschrift: Die Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV, Anhang 2.10) regelt in der Schweiz die Kältemittel. Anlagen mit mehr als 3 kg in der Luft stabilen Kältemitteln (HFKW wie R404A, R452A oder R134a) sind der kantonalen Behörde zu melden, brauchen ein Wartungsheft und periodische Dichtheitskontrollen durch Fachpersonen mit Fachbewilligung. Ein 20-Fuss-Seecontainer liegt mit 4 bis 6 kg Füllmenge darüber; die Meldung übernimmt bei der Miete meist der Vermieter, beim Kauf der Betreiber.
  • Ausstieg: HFKW mit hohem Treibhauspotenzial werden über den Phase-down der ChemRRV und der EU-F-Gas-Verordnung knapper und teurer; R404A ist für neue Anlagen bereits verboten, Nachfüllen wird eingeschränkt. Beim Kauf eines Gebrauchten ist das Kältemittel deshalb ein Kostenfaktor.
  • Stand der Technik: Neue Seecontainer laufen mit R513A oder R1234yf (tiefes GWP, aber PFAS-Stoffgruppe) oder mit CO₂ (R744) als natürlichem Kältemittel; massgefertigte Container aus der Schweiz arbeiten mit Propan (R290) oder CO₂ und drehzahlgeregelten Verdichtern. Natürliche Kältemittel sind von den Verboten nicht betroffen, verlangen aber die Sicherheitsvorgaben der Norm SN EN 378 (Aufstellung, Lüftung, Gasdetektion bei Propan im Innenraum).

Anwendungen und ihre spezifischen Anforderungen

Ein gekaufter Kühlcontainer wird auf den Einsatz hin gebaut. Deshalb lohnt es sich, die Anforderungen der eigenen Branche vor der Anfrage zu kennen: Sie bestimmen Isolation, Kälteanlage, Innenausbau und Dokumentation, und damit den Preis. Die Übersicht zeigt, was unsere Kollegen in den einzelnen Bereichen üblicherweise liefern.

Militär und Zivilschutz

+2 bis +8 °C · −25 °C · Klimatests −50 bis +70 °C

Verpflegung im Feldlager, Sanitätsmaterial, Blutkonserven und Plasma, dazu Klimaprüfungen von Material, Fahrzeugen und Ausrüstung nach MIL-STD-810: Polarkälte, Tundra-Wechselklima, Wüstenhitze. Beschafft wird meist über Ausschreibung mit Leistungsverzeichnis; unsere Anfragestrecke kennt diesen Weg.

Spezifische Anforderungen

  • Transportfähig per Bahn, Lastwagen und Kran; ISO-Eckbeschläge zum Verzurren
  • Autarker Betrieb mit Diesel-Aggregat am Container oder Stromerzeuger daneben, Dual-Voltage-Ausstattung
  • Prüfcontainer mit grosser Spanne und Feuchteregelung für Klimazonen-Tests
  • Robuste Türen, Innenbeleuchtung, Datenlogger für die Kühlkette
  • Schnelle Verfügbarkeit mehrerer gleicher Einheiten

Fahrzeug- und Zulieferindustrie

−40 bis +65 °C, Sonderbau −70 bis +85 °C

Kaltstartprüfungen ganzer Fahrzeuge, Klimatests an Bauteilen und Elektronik, Konditionieren von Prüflingen vor der Messung. Ein Fahrzeug fährt durch die Einfahrtür in den 20- oder 40-Fuss-Container und durchläuft dort Arktis, Tundra und Wüste, ohne die Halle zu verlassen.

Spezifische Anforderungen

  • Programmierbare Temperaturprofile mit Heiz- und Kühlbetrieb, Wechselrate nach Prüfnorm (etwa ISO 16750)
  • Einfahrtür oder Rampe, Container nach Mass mit 2.98 m Breite für Lieferwagen
  • Kabeldurchführungen und Steckdosen für Messtechnik im Innenraum, Feuchteregelung für Kondensattests
  • Zugang für Personal: Personenschutz, Beleuchtung, Notentriegelung

Batteriehersteller und Geräte mit Akku

Prüfung −40 bis +85 °C · Lagerung +15 bis +25 °C

Zellen, Module und fertige Produkte mit verbauter Batterie, vom E-Bike über Werkzeuge und Drohnen bis zum Fahrzeugakku: Kapazität bei Kälte, Alterung bei Hitze, Laden und Entladen unter Last bei jeder Temperatur. Der Container steht draussen und hält das Risiko aus der Produktion fern.

Spezifische Anforderungen

  • Brandschutzkonzept: Rauch- und Gasdetektion, Abluft, Löschanlage oder Sandbett, Abstand zu Gebäuden
  • Lade- und Entladeeinheit ausserhalb des Prüfraums, Durchführungen für Leistungs- und Messkabel
  • Feuchteregelung und Temperaturwechsel nach UN 38.3 oder IEC 62660
  • Lagercontainer getrennt vom Prüfraum, kühl und trocken mit Alarm

Pharma, Chemie und Biotech

+2 bis +8 °C · −20 °C · −80 °C und tiefer

Wirkstoffe, Impfstoffe, Referenzproben und Spezialchemikalien. Ein Container mit einer Kälteanlage für mehrere Abteile ersetzt Räume voller Ultra-Tiefkühlschränke, spart Fläche, Strom und Wartung.

Spezifische Anforderungen

  • GMP- und GDP-Qualifizierung nach Swissmedic-Vorgaben: Temperatur-Mapping, IQ/OQ-Dokumente, Datenlogging
  • Redundante Kälteanlage, Alarmierung, Notfallprozess
  • Beschickungsschleuse bei −20 bis −25 °C, Zutrittskontrolle
  • Ex-Ausführung bei Lösungsmitteln und entzündlichen Stoffen

Lebensmittelproduktion und Handel

+30 bis −30 °C, Schockfrosten bis −45 °C

Metzgereien, Bäckereien, Molkereien, Grossverteiler: Pufferlager für Saisonspitzen, Ersatz während Umbauten, Schnellkühlen und Schockfrosten frischer Ware.

Spezifische Anforderungen

  • HACCP-konform gemäss LMG, LGV und Hygieneverordnung (HyV) mit −18 °C für Tiefkühlware, Edelstahlboden, reinigungsfreundliche Flächen
  • Streifenvorhang, Rampenanschluss oder Wanddurchbruch zur Produktion
  • Rohrbahnen für hängende Ware, Regale, Kombi-Container für Kühl- und Tiefkühlraum
  • Lückenlose Temperaturaufzeichnung für die Lebensmittelkontrolle

Logistik und Spedition

+2 bis +8 °C · −18 bis −25 °C · Pharma-Logistik bis −80 °C

Umschlag und Einlagerung für Kunden, oft mit Standzeiten von einem Jahr und mehr. Der Container wird Teil des Lagerangebots und muss gegenüber dem Auftraggeber dokumentiert sein.

Spezifische Anforderungen

  • 40-Fuss- oder Mehrfachaufstellung, Rampenhöhe, Staplerbefahrbarkeit
  • GDP-konforme Temperaturnachweise, Fernüberwachung mit Alarm
  • Zugangsregelung und Türsicherung, Versicherungsanforderungen
  • Bei langer Standzeit: Miete oder Kauf über die Gesamtkosten entscheiden

Forschung, Labor und Probenlagerung

−20 °C · −80 °C · Sonderbau bis −110 °C

Universitäten, Spitäler und Institute lagern medizinische Proben und Forschungsmaterial häufig in Dutzenden alter Tiefkühlschränke auf teurer Fläche. Ein Tiefkühlcontainer zentralisiert das auf wenigen Quadratmetern.

Spezifische Anforderungen

  • Redundante Kälte und Alarmierung: ein Ausfall ist bei −80 °C unwiederbringlich
  • Regalsystem nach Probenformat, Schleuse gegen Feuchteeintrag
  • Zutritt, Protokollierung, Anbindung an das Laborsystem
  • Aufstellung nahe am Labor, auch in der Halle mit Abluftführung

Heime, Spitäler und Gemeinschaftsküchen

+2 bis +8 °C · −18 bis −25 °C

Küchenumbau, wachsende Belegung oder ein defekter Kühlraum: Der Container dockt an die Küche an und lässt alle Optionen für den späteren Umbau offen.

Spezifische Anforderungen

  • Wandanschluss oder Rampe für kurze Wege, Kombi-Container für beide Bereiche
  • HACCP und Personenschutz nach SUVA, störungsfreier Betrieb
  • 24-Stunden-Service mit Fernwartung
  • Leiser Betrieb neben Patientenzimmern

Gastronomie, Events und Handel

+2 bis +8 °C · −18 °C

Openair, Festwirtschaft, Popup-Restaurant oder Hochsaison auf der Terrasse: Getränke und Lebensmittel brauchen Kälte, die tage- oder wochenweise kommt und wieder geht.

Spezifische Anforderungen

  • Steckerfertig innert Stunden, Tages- und Wochenpreise
  • Leise Kälteanlage für Innenstädte und Wohnquartiere
  • Stromanschluss oder Generator am Gelände, Kabelwege
  • Zufahrt für Kran oder Wechselpritsche bis zum Stellplatz

Anforderungen an einen Kollegen übergeben

Anfragen aus der Praxis

So sehen Anfragen aus, die bei uns eingehen, anonymisiert und leicht gekürzt. Sie zeigen, welche Angaben den Kollegen die Arbeit erleichtern: Temperatur, Grösse, Laufzeit, Aufstellort und die technischen Fragen, die für Ihren Betrieb entscheidend sind.

Forschung und Medizin

Medizinische Proben und Forschungsproben zentralisieren

Ausgangslage
Rund 5’000 m² belegt mit Kühl- und Tiefkühlschränken. Die Geräte sind alt, die Fläche wird gebraucht. Ziel ist eine zentrale Lagerung.
Gewünscht
Auskunft zu den Möglichkeiten per Video-Call oder vor Ort, Terminvorschläge per E-Mail. Umsetzung so schnell wie möglich, realistisch im Laufe des Jahres.
Lösungsweg
Tiefkühlcontainer mit −80 °C, redundanter Kälteanlage, Regalsystem nach Probenformat, Schleuse und Fernüberwachung. Verglichen werden Flächenbedarf, Stromverbrauch und Wartung mit den heutigen Einzelschränken.

Bei einem Vorhaben dieser Grösse geht es um einen Kauf oder ein Leasing über mehrere Jahre. Die Gesamtkostenrechnung entscheidet, wie viele Einheiten sich lohnen.

Produkttests

Tiefkühlcontainer für Produkttests, 10 Fuss genügt

Ausgangslage
Ein Hersteller benötigt Tiefkühlung für Produkttests nach Bedarf, nicht dauerhaft. Ein 10-Fuss-Container reicht aus.
Gewünscht
Welche Temperaturen werden abgedeckt? Was kostet der Container zum Kauf und alternativ zur Miete? Lohnt sich bei bedarfsweiser Nutzung eher die Miete oder der Kauf?
Lösungsweg
Standardcontainer bis −30 °C, Spezialbau bis −45 °C oder tiefer. Miete für einzelne Testphasen, Kauf, sobald die Tests regelmässig laufen; der Rechner auf dieser Seite zeigt den Wendepunkt.

Bei wenigen Testwochen im Jahr ist die Miete günstiger; bei Dauerbetrieb holt der Kauf die Anschaffung über den tieferen Monatspreis wieder herein.

Pharma-Logistik

Tiefkühl-Einlagerung für die Pharmabranche, mindestens ein Jahr

Ausgangslage
Ein Logistikdienstleister will Tiefkühlware für einen Pharmakunden einlagern. −80 °C wäre optimal, sonst die tiefste verfügbare Temperatur. Standzeit mindestens ein Jahr.
Gewünscht
Offerte für eine Containerlösung mit der tiefsten möglichen Temperatur und dokumentierter Kühlkette.
Lösungsweg
Containeranlage für −80 °C mit redundanter Kälte, Alarmierung und GDP-tauglicher Temperaturaufzeichnung. Bei einem Jahr und länger werden Miete und Kauf gegenübergestellt.

Ultra-Tiefkühlung wird individuell offeriert. Wichtig für die Offerte: Probenformat, Zugriffsfrequenz und Aufstellort.

Industrie

Ein bis zwei Kalt- und Warmlagerungscontainer für drei bis sechs Monate

Ausgangslage
Kurzfristig werden ein bis zwei Container gebraucht, die −70 °C bis +65 °C abdecken, für drei bis sechs Monate.
Gewünscht
Angaben zu Stromanschluss und Leistungsaufnahme, zur Regelung verschiedener Temperaturen, zur Fernüberwachung mit eigener Messtechnik samt Kabeldurchführung sowie zu Schutzklasse und Explosionsschutz der Elektronik.
Lösungsweg
Spezialcontainer mit Kaskadenkälte und Heizregister zur Miete; Anschlusswerte, Durchführungen und Schutzart stehen im Datenblatt des Modells, Ex-Schutz nur als Sonderausführung.

Die Antworten auf die vier technischen Fragen stehen im Abschnitt «Technik im Detail» auf dieser Seite.

Eigene Anfrage zum Kauf stellen

Ablauf beim Kauf: Von der Anfrage bis zum laufenden Container

Bedarf beschreiben

Zieltemperatur, Menge in Paletten oder Regalmetern, Aufstellort, Laufzeit, Branche und Dokumentationspflichten. Zwei Minuten in der Anfragestrecke genügen als Grundlage.

Verbindung zum Kollegen

Wir verbinden Sie kostenlos mit einem persönlich bekannten Fachbetrieb, so regional wie möglich. Er meldet sich telefonisch und klärt die offenen Fragen.

Beratung und Bauart

Seecontainer ab Lager oder massgefertigter Container nach Mass; oft mit Besichtigung vor Ort, Video-Call oder Referenzbesuch. Sie erhalten eine Offerte mit Datenblatt und Anschlusswerten.

Standort vorbereiten

Fundament oder Stellfläche, Stromanschluss mit Vorabsicherung, Zufahrt für Kran oder Wechselpritsche, bei Bedarf Wanddurchbruch oder Rampenanschluss.

Lieferung und Inbetriebnahme

Der Container kommt steckerfertig, wird abgesetzt, angeschlossen und geprüft. Sollwerte, Alarme und Fernüberwachung werden eingerichtet; auf Wunsch Temperatur-Mapping und Qualifizierung.

Betrieb und Service

Wartungsvertrag mit Fernwartung und 24-Stunden-Bereitschaft, Ersatzteilversorgung in der Schweiz. Bei Bedarf lässt sich der Container später versetzen oder erweitern.

Gebrauchten Kühlcontainer kaufen: Worauf Sie achten

Gebrauchte Seecontainer werden in Zustandsklassen gehandelt, von fast neu bis undicht. Für Kühlcontainer gibt es diese Einstufung nicht: Der übliche PTI-Check (Pre-Trip-Inspection) bestätigt nur, dass das Kühlaggregat funktioniert, und sagt nichts über Isolation, Türen oder Boden. Prüfen Sie deshalb selbst oder lassen Sie dokumentieren:

  • Isolation und Hülle: Beulen, Korrosion und Feuchtigkeit im Schaumkern erhöhen den Stromverbrauch dauerhaft.
  • Türdichtungen: Undichte Türen lassen Warmluft herein; die Kälteanlage läuft dann öfter und vereist schneller.
  • Boden und Grätings: Belastbarkeit für Hubwagen, Beschädigungen am T-Boden, Ablauf für Kondensat.
  • Kälteanlage: Baujahr, Betriebsstunden, Kältemittel (Verfügbarkeit, Meldepflicht und Verbote nach ChemRRV), Serviceheft und Ersatzteillage.
  • Personenschutz: Nachrüstung von Innenentriegelung, Notbeleuchtung und Alarm, wenn Personal den Container betritt.

Ein günstiger Gebrauchter mit schwacher Isolation ist über die Laufzeit selten günstig. Rechnen Sie den Stromverbrauch im Kostenrechner mit.

Kaufberatung anfragen

Häufig gestellte Fragen zum Kühlcontainer kaufen

Was kostet ein Kühlcontainer zum Kaufen?

Als Richtwert kosten gebrauchte 20-Fuss-Seecontainer mit geprüftem Aggregat ab rund CHF 5’000, neue Seecontainer je nach Kälteanlage bis über CHF 30’000. Massgefertigte Container und Anlagen für Ultra-Tiefkühlung werden individuell offeriert. Transport, Fundament, Stromanschluss und Zubehör kommen hinzu; über die Laufzeit sind die Stromkosten der grösste Posten.

Seecontainer oder massgefertigter Container: Was soll ich kaufen?

Der Seecontainer ist die schnelle, günstige Anschaffung für Transport und kurze bis mittlere Einsätze. Der massgefertigte Container mit 140 bis 220 mm Isolation und innenliegender Kälteanlage lohnt sich im Dauerbetrieb: weniger Strom, leiser, Grössen und Türen nach Bedarf. Bei mehreren Jahren Laufzeit holt die Effizienz den höheren Kaufpreis wieder herein.

Kann ich den Kühlcontainer in einer Halle aufstellen?

Ja. Innen aufgestellte Container sind vor Wetter und Sonne geschützt und aus der Lärmzone. Die Abwärme des Kondensators muss dann aus der Halle geführt werden, etwa über einen getrennt aufgestellten oder wassergekühlten Kondensator. Hallentor, Kranbahn und Bodenlast sind vorab zu prüfen.

Welche Grössen gibt es beim Kauf?

Seecontainer folgen den ISO-Massen 10, 20, 40 und 45 Fuss bei 2.44 m Breite, als Standard oder High Cube. Konzipierte Container werden in Stufen von 3 bis rund 10.6 m Länge gebaut, auf Wunsch 2.98 m breit, und als Kombi-Container mit zwei getrennt geregelten Kammern.

Was ist der Unterschied zwischen Kühl- und Tiefkühlcontainer?

Die Zieltemperatur. Ein Kühlcontainer hält Ware im Plusbereich, meist 0 bis +8 °C; ein Tiefkühlcontainer arbeitet unter dem Gefrierpunkt, im Standard bei −18 bis −30 °C, als Spezial- oder Ultra-Tiefkühlcontainer bis −80 °C und tiefer. Je tiefer die Temperatur, desto dicker die Isolation, desto stärker die Kälteanlage und desto wichtiger Abtauung, Türheizung und Personenschutz. Seecontainer decken +30 bis −30 °C mit demselben Gerät ab, Kombi-Container bieten beide Bereiche in zwei Kammern.

Welche Temperaturen erreicht ein gekaufter Kühlcontainer?

Standardcontainer decken +30 bis −30 °C ab. Spezialbauten für Schockfrosten und Kältetests erreichen −45 °C, Superfreezer −60 bis −70 °C, Ultra-Tiefkühlcontainer für Pharma und Forschung −80 °C und im Sonderbau bis −110 °C. Warmlagerung bis +65 °C ist als Sonderanlage möglich. Klima- und Prüfcontainer fahren je nach Hersteller Spannen von −40 bis +60 °C, im Sonderbau −70 bis +85 °C, und stellen damit Arktis, Tundra und Wüste für Militär-, Fahrzeug- und Batterietests nach.

Kann ich einen Kühlcontainer ohne Stromanschluss betreiben?

Ja, autark mit Diesel: entweder mit einem mobilen Stromerzeuger neben dem Container oder mit einem Undermount- oder Clip-On-Aggregat, das direkt am Container montiert ist und aus dem eigenen Tank läuft. Der Stromverbrauch bleibt gleich, die Energie wird aber teurer: Als Richtwert braucht ein Aggregat 0.3 bis 0.4 Liter Diesel je Kilowattstunde, für einen 20-Fuss-Seecontainer rund 1’000 Liter im Monat. Aggregate laufen nur im Freien; Lärm, Abgase und Betankung sind einzuplanen.

Wie viel Strom braucht ein Kühlcontainer?

Das hängt an der Bauart. Ein 20-Fuss-Seecontainer verbraucht als Richtwert 3.5 bis 4.5 kWh je Betriebsstunde, also 84 bis 108 kWh am Tag oder CHF 6’745 bis 8’672 im Jahr bei CHF 0.22 je kWh. Eine massgefertigte 20-Fuss-Zelle mit 140 bis 220 mm Isolation liegt bei 58 kWh am Tag im Kühlbetrieb und 96 kWh bei −25 °C. Ein 40-Fuss-Container braucht rund das 1.9-Fache eines 20-Fuss-Containers, und Tiefkühlen kostet etwa das 1.7-Fache von Kühlen.

Woran erkenne ich einen Container, der im Betrieb teuer wird?

An der Isolation. Ein Aufbau mit rund 63.5 mm Wandstärke hat einen durchschnittlichen U-Wert von etwa 0.35 W/m²K und damit bei +30 °C aussen und −20 °C innen einen Wärmefluss von 17.5 W/m²; mit einem 140-mm-Paneel sind es 6.95 W/m², rund 60 Prozent weniger. Ein Schweizer Hersteller rechnet daraus bis zu 75 Prozent höhere Stromkosten vor, rund CHF 268 im Monat oder CHF 3’216 im Jahr. Verlangen Sie deshalb Isolationsstärke in Millimetern, U-Wert und Verbrauch in kWh je Tag samt den Bedingungen, unter denen er gemessen wurde.

Wie laut ist ein Kühlcontainer?

Hörbar sind Verdichter und Kondensatorventilatoren. Beim Seecontainer sitzt das Aggregat offen an der Stirnwand, bei massgefertigten Containern gekapselt im Maschinenraum mit leistungsgeregelten Verdichtern. Massgebend sind die Grenzwerte der Lärmschutz-Verordnung am Fenster der Nachbarn, in der Wohnzone nachts 45 dB(A) als Planungswert. Abstand, Ausrichtung und ein leises Modell sind die wichtigsten Hebel.

Lohnt sich ein gebrauchter Kühlcontainer?

Für kurze und mittlere Einsätze oft ja. Der PTI-Check bestätigt aber nur das Kühlaggregat; Isolation, Türdichtungen, Boden und Kältemittel sind separat zu prüfen. Ein Gebrauchter mit feuchter oder beschädigter Isolation verbraucht dauerhaft mehr Strom und ist über die Laufzeit selten günstig.

Gibt es Leasing oder Mietkauf?

Ja. Viele Kollegen bieten neben dem Kauf Leasing oder Mietkauf an und rechnen teilweise Mietmonate an den späteren Kauf an. Nennen Sie den Wunsch in der Anfrage, dann enthält die Offerte die Finanzierungsoptionen.

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In 2 Minuten angefragt: Wir verbinden Sie mit einem persönlich bekannten Kollegen, so regional wie möglich. Kostenlos und unverbindlich, auf Wunsch mit Video-Call oder Besichtigung vor Ort.