Blaue Netzwerkkabel, eingesteckt in die Switches eines Serverschranks

Leistungen · Mobiles Rechenzentrum

Mobiles Rechenzentrum mieten: Datencenter im Container oder als Fertigmodul

Planung, Bauzeit und hohe Kosten: Müssen Sie die Kapazität Ihres Rechenzentrums erweitern, entwickelt sich der Ausbau schnell zum Flaschenhals für das Wachstum Ihres Unternehmens. Anders verhält es sich, wenn Sie ein mobiles Rechenzentrum mieten.

Denn dann erhalten Sie einen vorgefertigten Container oder ein Fertigmodul, in dem Racks, Kühlung, USV und Brandschutz bereits eingebaut sind. Ab Mietpark ist ein Container oft innerhalb weniger Tage einsatzbereit, auch in der Schweiz.

Ganz gleich, ob Sie Bauarbeiten überbrücken, Lastspitzen abdecken oder Ihre Rechenkapazität erweitern möchten: Mit Mobile Data Centers profitieren Sie von maximaler Flexibilität bei planbaren Kosten. Wir zeigen Ihnen, welche Lösungen verfügbar sind, wie die IT-Container ausgestattet sind und was ein mobiles Rechenzentrum in der Schweiz kostet.

Kurz erklärt

Was ist ein mobiles Rechenzentrum und wann setzt man es ein?

Ein mobiles Rechenzentrum ist ein vorgefertigter IT-Container oder ein Fertigmodul mit Serverracks, Klimatisierung, unterbrechungsfreier Stromversorgung und Brandschutz. Es kommt zum Einsatz, wenn Rechenkapazität schnell erweitert, ein Umbau überbrückt oder eine Lastspitze abgedeckt werden muss, ohne die Planungs- und Bauzeit eines festen Rechenzentrums. Ein Container aus dem Mietpark ist oft innerhalb weniger Tage betriebsbereit, ein eigens gefertigtes Modul braucht länger. Beide bleiben flexibel skalierbar.

Bauform
IT-Container oder Fertigmodul, skalierbar
Ausstattung
Racks, Klimatisierung, USV, Brandschutz
Bereitstellung
Ab Mietpark oft in wenigen Tagen
Typische Einsätze
Kapazitätsausbau, Umbau, Lastspitze, Edge
Vorteil
Planbare Kosten statt langer Bauprojekte
Beschaffung
Miete oder Kauf, auch als Dauerlösung

RichtwerteAusstattung und Bereitstellungszeit beschreiben gängige Lösungen. Racks, Kühlleistung, Redundanz und Termin ergeben sich aus Ihrem IT-Bedarf und der Verfügbarkeit im Mietpark.

Was ist ein mobiles Rechenzentrum?

Mobile Rechenzentren, auch Mobile Data Centers, IT-Container oder vorgefertigte modulare Rechenzentren genannt, sind voll ausgestattete Container oder Module für Ihre IT-Infrastruktur. Sie enthalten Server, Speicher und Netzwerktechnik samt Kühlung, unterbrechungsfreier Stromversorgung, Brandschutz und Überwachung. Die Anlagen sind in verschiedenen Grössen erhältlich, lassen sich flexibel erweitern und optimal an die benötigte IT-Leistung anpassen. Ist ein passender Container im Mietpark verfügbar, stellen Schweizer Anbieter ihn oft innerhalb weniger Tage bereit. Das macht sie zur idealen Lösung, um kurzfristige Lastspitzen oder ungeplante Ausfälle schnell zu überbrücken.
Auch für längere Einsatzzeiten eignet sich die Miete eines mobilen Rechenzentrums. Typische Szenarien sind der Ausbau eigener Kapazitäten oder die Überbrückung von Umbau- und Sanierungsarbeiten am bestehenden Rechenzentrum. Je nach Bedarf stehen dabei verschiedene Lösungen zur Auswahl.

Wie Kühlung und Stromversorgung im Container zusammenspielen, zeigt das Schaubild: Die Klimageräte halten die Racks auf Temperatur, bei einem Netzausfall überbrückt die USV, bis die Netzersatzanlage übernimmt.

Schaubild: Kühlung und Stromversorgung eines mobilen Rechenzentrums Ein IT-Container mit fünf Racks. Zwei Klimageräte auf dem Dach blasen kühle Luft von oben zu den Racks, warme Luft steigt zurück. Der Strom kommt aus dem Netz über eine USV und eine Unterverteilung von oben in die Racks. Fällt das Netz aus, überbrückt die USV, danach übernimmt die Netzersatzanlage mit eigenem Kraftstofftank. Rechts führt die Netzwerkanbindung in den Container. Die Racks laufen in allen Phasen weiter. IT-Racks mit je zwei PDUs Klimageräte (n+1) Netz USV Tank NEA Netzwerk
  1. Netzbetrieb: Der Strom fliesst über die USV und die Unterverteilung von oben in die Racks.
  2. Netzausfall: Die USV überbrückt ohne Unterbruch, bis zu 8 Minuten unter Volllast.
  3. Netzersatzanlage: Sie übernimmt und versorgt den Container bis zu 24 Stunden ohne Netzstrom.
Die Klimageräte sitzen aussen, sind redundant ausgelegt (n+1) und kühlen die Racks von oben. Die Racks laufen in allen drei Phasen weiter. USV und Netzersatzanlage gehören zur möglichen Ausstattung; welche Werte die gelieferte Anlage hat, steht in der Offerte.
Mikro-Rechenzentren: Kompakt und modular erweiterbar

Mikro-Rechenzentren sind die kleinsten Varianten der Mobile Data Center. Mit einer Innenbreite von 1’370 mm eignen sie sich für aktuelle Blade-Server und schützen die IT-Infrastruktur zuverlässig vor äusseren Einflüssen. Bei steigendem Bedarf lassen sich mehrere Mikro-Rechenzentren unkompliziert nebeneinander aufstellen und miteinander koppeln.
In puncto Ausstattung stehen die kompakten IT-Container ihren grösseren Pendants in nichts nach. Je nach Anforderung verfügen sie über hohen Einbruchschutz, redundante Klimalösungen, Löschanlagen und Monitoringsysteme.

ISO-Container Data Center: 20 und 40 Fuss für den schnellen Einsatz

Für einen besonders schnellen Einsatz empfiehlt sich ein ISO-Container Data Center zur Miete. Diese mobilen Rechenzentren sind in 20-Fuss- und 40-Fuss-Frachtcontainern erhältlich und lassen sich unkompliziert im Aussenbereich aufstellen. Ein 20-Fuss-Container bietet Platz für bis zu 5 Racks, ein 40-Fuss-Container für bis zu 15 Racks. Die IT-Leistung liegt dabei zwischen 10 und 80 kW und lässt sich durch das Koppeln mehrerer Anlagen bedarfsgerecht skalieren. Die Container können dabei neben- oder übereinander aufgestellt werden. Vorgefertigte Module erreichen deutlich höhere Leistungen, siehe Vorgefertigte Rechenzentrumsmodule.

Zur Standardausstattung gehören Einbruchschutz, redundante Klimatechnik und eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV). Optional sind Branddetektion, Löschanlage, Monitoring-System und eine Netzersatzanlage verfügbar, die den Betrieb bis zu 24 Stunden ohne Netzstrom sicherstellt.

NON-ISO-Container: Individuelle Lösungen für Ihren Bedarf

Deckt kein Standard-ISO-Container Ihre spezifischen Anforderungen ab, können Sie eine massgeschneiderte Lösung in Auftrag geben. NON-ISO-Container Data Center werden vom Hersteller nach Ihren Vorgaben gefertigt und mit den gewünschten Komponenten ausgestattet. So entstehen Lösungen, die exakt auf Ihre Anforderungen zugeschnitten sind. Dazu zählen auch die vorgefertigten Rechenzentrumsmodule grosser Hersteller, die im nächsten Abschnitt beschrieben sind. Im Unterschied zu ISO-Containern werden NON-ISO-Lösungen meist gekauft, einzelne Vermieter führen Fertigmodule aber auch im Mietpark.

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Vorgefertigte Rechenzentrumsmodule

Viele mobile Rechenzentren, die heute vermietet oder verkauft werden, sind keine umgebauten Frachtcontainer. Es sind vorgefertigte Rechenzentrumsmodule eines Herstellers, im Englischen «prefabricated modular data center». Angeboten werden sie vor allem von den grossen Herstellern von Strom- und Kühltechnik für Rechenzentren.

So entsteht ein Fertigmodul

  • Im Werk gebaut und getestet: USV, Kühlung, Racks, Stromverteilung, Brandschutz und Überwachung werden im Werk eingebaut, verkabelt und geprüft. Vor Ort bleiben Fundament, Anschlüsse und Inbetriebnahme.
  • Parallel statt nacheinander: Während das Modul im Werk entsteht, laufen am Standort Bewilligung, Fundament und Anschlüsse. Hersteller nennen dafür eine Zeitersparnis von bis zu 30 Prozent gegenüber einem konventionell gebauten Rechenzentrum.
  • Wetterfestes Gehäuse: Die Module stehen im Freien. Grössere Ausführungen kommen in zwei Teilen und werden vor Ort zu einem durchgehenden Raum verbunden und abgedichtet.
  • Kalt- und Warmgang getrennt: Die Racks stehen in zwei Reihen. Eine Einhausung trennt die kalte Zuluft von der warmen Abluft. Klimageräte zwischen den Racks, sogenannte In-Row-Kühlung, bringen die Kälte direkt zu den Servern.
  • Gleiche Ausführung an jedem Standort: Wer mehrere Module an verschiedenen Orten betreibt, hat überall dieselbe Anordnung und dieselben Geräte. Das vereinfacht Wartung und Betrieb.

Kennwerte im Vergleich

IT-Container und zwei Bauformen vorgefertigter Rechenzentrumsmodule im Vergleich
Merkmal IT-Container (ISO, 20 oder 40 Fuss) Fertigmodul, einteilig Fertigmodul, zweiteilig
Racks bis 5 (20 Fuss) oder bis 15 (40 Fuss) 2 bis 14 bis 26, in zwei Reihen
IT-Leistung 10 bis 80 kW bis 100 kW bis 200 kW
Kühlung Klimageräte aussen am Container, n+1 Klimageräte zwischen den Racks, n+1 Klimageräte mit Direktverdampfung zwischen den Racks, n+1
USV USV mit Netzersatzanlage, Ausführung je nach Anbieter Redundanz N, N+1 oder 2N, rund 5 Minuten bei Volllast 100, 150 oder 200 kW, Redundanz N, N+1 oder 2N, rund 5 Minuten bei Volllast
Brandschutz Branddetektion und Löschanlage optional Rauchansaugsystem und Löschgasanlage optional Rauchansaugsystem und Löschgasanlage optional
Bauform Standard-Container, neben- oder übereinander aufstellbar ein wetterfestes Modul zwei Module, vor Ort verbunden, bis 17 Tonnen je Modul

HerstellerangabenAus Herstellerbroschüren zweier verbreiteter Baureihen (2022 und 2024), jeweils für Nordamerika. Ausführungen für Europa, andere Hersteller und neuere Baureihen können abweichen. Die Werte für IT-Container beschreiben gängige Mietcontainer.

Das zweiteilige Modul ist für bis zu 17 kW je Rack und für Aussentemperaturen von −30 bis +50 °C ausgelegt. Beide Bauformen haben einen automatischen Umschalter zwischen Netz und Netzersatzanlage sowie Rohrleitungen, Stromverteilung und Glasfaserkanäle über den Racks.

Weitere Bausteine

  • Energiemodul: Bei grösseren Anlagen steht die Stromversorgung mit USV, Batterien und Verteilung in einem eigenen vorgefertigten Modul neben dem IT-Modul. So lässt sich die Stromversorgung unabhängig von den Racks erweitern.
  • Holzbauweise: Einige Hersteller bauen Module mit einem Tragwerk aus Holz statt Stahl. Das soll den CO₂-Fussabdruck des Bauwerks senken.
  • Bausteine für den eigenen Raum: Ist ein geeigneter Raum vorhanden, braucht es nicht immer einen ganzen Container. Serverracks, Einhausungen für Kalt- und Warmgang, Klimaschränke und mobile Klimageräte gibt es auch einzeln, etwa für einen Umbau im Serverraum.

Wann sich ein Fertigmodul lohnt

Für einen kurzen Einsatz ist ein Container aus dem Mietpark meist die schnellere Lösung. Ein Fertigmodul passt, wenn Sie mehrere Jahre planen, viel Leistung je Rack brauchen oder eine bestimmte Verfügbarkeit nachweisen müssen, etwa nach den Verfügbarkeitsklassen der SN EN 50600 oder den in der Branche üblichen Tier-Stufen. Kleine Module eignen sich ausserdem als Edge-Rechenzentrum, also nah an dem Ort, an dem die Daten entstehen: in der Produktion, im Lager oder an einem Funkstandort.

Fertigmodule werden meist gekauft, einzelne Vermieter führen sie aber auch im Mietpark. Wird ein Modul eigens für Sie gefertigt, dauert das deutlich länger als die Lieferung eines Containers ab Mietpark.

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Ausstattung eines mobilen Rechenzentrums im Überblick

Beim Mieten eines mobilen Rechenzentrums sind keine Kompromisse nötig. Moderne IT-Container erfüllen höchste Anforderungen an Sicherheit und Effizienz. Die folgende Übersicht zeigt, was in einem mobilen Rechenzentrum steckt:

  • Platz für 5 bis 15 IT-Racks pro Container, in vorgefertigten Modulen bis 26; üblich sind Racks mit 42 Höheneinheiten, 600 oder 800 mm breit und 1’000 bis 1’200 mm tief
  • 10 bis 80 kW IT-Leistung pro Container, in vorgefertigten Modulen bis rund 200 kW; mehr Leistung durch weitere Container oder Module
  • Elektrounterverteilung und Netzwerkverkabelung von oben in die einzelnen Racks
  • Monitoring von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Stromversorgung und Kühlung, angebunden über gängige Protokolle wie SNMP, Modbus oder BACnet
  • Einbruchschutz bis Widerstandsklasse RC 4, Alarmanlage und weitere Optionen

Einbruchschutz: Widerstandsklassen und Zugangskontrolle

Mobile Rechenzentren zum Mieten sind mit allen erforderlichen Komponenten für einen zuverlässigen Einbruchschutz ausgestattet. Von der Einbruchmeldeanlage bis zur biometrischen Zugangskontrolle bieten die Hersteller umfassende Lösungen:

  • Biometrische Zugangskontrolle zum Schutz vor unbefugtem Zutritt
  • Einbruchschutz nach Widerstandsklasse RC 2 bis RC 4 gemäss EN 1627, auf Wunsch mit Einbruchmeldeanlage

Klimatechnik: Effiziente Kühlung mit Redundanz

Auch in puncto Klimatechnik lassen mobile Rechenzentren zum Mieten keine Wünsche offen:

  • Effiziente Anlagentechnik und dichte Abschottung für geringe Energieverluste
  • Aussen angebrachte Klimageräte mit Redundanz (n+1) für die Versorgung von oben; vorgefertigte Module arbeiten meist mit Klimageräten zwischen den Racks (In-Row-Kühlung)
  • Einhausung von Kalt- oder Warmgang, die kalte Zuluft und warme Abluft trennt und so die Kühlung wirksamer macht
  • Kälteleistung passend zur IT-Last: bei Containern meist bis 80 kW, bei vorgefertigten Modulen bis rund 200 kW, optional mit Freikühler

Stromversorgung: USV, NEA und redundante PDUs

Eine zuverlässige Stromversorgung ist entscheidend für den unterbrechungsfreien Betrieb eines mobilen Rechenzentrums. Mit redundanter Stromversorgung, unterbrechungsfreier Stromversorgung (USV) und Netzersatzanlage (NEA) sind Sie bestmöglich abgesichert:

  • Netzersatzanlage (NEA) mit einer Autonomiezeit von bis zu 24 Stunden ohne Netzstrom
  • Automatischer Umschalter (ATS), der bei einem Netzausfall auf die Netzersatzanlage wechselt und danach zurück
  • Redundante Stromversorgung über zwei getrennte Stränge (A und B) mit zwei Power Distribution Units (PDUs) pro Rack
  • SNMP-Management zur Überwachung der einzelnen Racks im Mobile Data Center
  • USV-Anlage passend zur IT-Last, mit Redundanz N, N+1 oder 2N. Sie überbrückt bei Volllast einige Minuten, bis die Netzersatzanlage läuft; vorgefertigte Module sind meist für rund 5 Minuten ausgelegt
Schmaler Gang zwischen zwei Reihen schwarzer Serverschränke mit gelochten Türen, Kabeltrassen und LED-Leuchten unter der Decke, am Ende des Gangs ein weisses Klimagerät
Blick in einen IT-Container: Die Racks stehen beidseits eines schmalen Gangs, Strom und Netzwerk kommen über Kabeltrassen unter der Decke von oben. Symbolbild, KI-generiert.

Brandschutz: EI 90, RAS und Löschgasanlagen

Der Brandschutz in mobilen Rechenzentren erfüllt höchste Anforderungen. Anlagen zur Branddetektion, Löschgassysteme und sichere Zugänge sorgen für maximale Sicherheit:

  • Feuer- und rauchsichere Kabeldurchführungen im mobilen Rechenzentrum
  • Wände und Brandschutztüren mit 90 Minuten Feuerwiderstand (EI 90 nach den VKF-Brandschutzvorschriften)
  • Rauchansaugsystem (RAS) zum frühzeitigen Erkennen von Bränden
  • Löschgasanlagen, die ohne Wasser und rückstandsfrei löschen, mit den Löschmittelbehältern im Container

Wichtig zu wissen:

Die Übersicht enthält sowohl Standard- als auch Zusatzausstattungen. Die tatsächliche Ausstattung kann je nach Betrieb variieren. Wir empfehlen, Ihre Anforderungen vorab in einem Pflichtenheft festzuhalten, bevor Sie das Gespräch mit dem Kollegen führen.

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Mieten oder kaufen? So treffen Sie die richtige Entscheidung

Wer ein mobiles Rechenzentrum benötigt, steht häufig vor der Frage: Mieten oder kaufen? Beide Optionen haben ihre Berechtigung. Welche die richtige ist, hängt von Ihrem konkreten Bedarf, Ihrer Finanzierungsstrategie und dem geplanten Einsatzzeitraum ab. Die folgende Übersicht hilft Ihnen bei der Entscheidung.

KriteriumMietenKaufen
InvestitionskostenKeine AnfangsinvestitionHohe Anschaffungskosten
FlexibilitätJederzeit skalierbar und kündbarFeste Kapazität, Umbau aufwendig
EinsatzdauerIdeal für kurzfristige und mittelfristige ProjekteWirtschaftlich ab Langzeiteinsatz
LiquiditätMonatliche Kosten, Liquidität bleibt erhaltenKapital wird gebunden
Steuerliche BehandlungMietkosten monatlich als Betriebsaufwand absetzbarAktivierung und Abschreibung über mehrere Jahre
Wartung und ServiceIn der Regel im Mietpaket enthaltenEigenverantwortung des Betreibers
LieferzeitAb Mietpark oft innerhalb weniger Tage, je nach VerfügbarkeitFertigung im Werk, deutlich längere Lieferzeit
TechnologiestandStets aktuelle Geräte und InfrastrukturTechnologie veraltet mit der Zeit

Wann lohnt sich die Miete?

Die Miete eines mobilen Rechenzentrums empfiehlt sich, wenn Sie kurzfristig Kapazitäten benötigen, Ihre Liquidität schonen möchten oder noch nicht absehen können, wie lange der Mehrbedarf anhält. Auch bei Umbau- oder Sanierungsarbeiten am bestehenden Rechenzentrum ist die Miete die wirtschaftlichere Wahl.

Wann lohnt sich der Kauf?

Ein Kauf rechnet sich, wenn Sie langfristig planen, die Anlage dauerhaft betreiben und die Investitionskosten über mehrere Jahre amortisieren möchten. Beachten Sie dabei: NON-ISO-Container und vorgefertigte Module werden meist gekauft. Einzelne Vermieter führen Fertigmodule aber auch im Mietpark.

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Aufstellvoraussetzungen: Was Sie vor der Lieferung wissen müssen

Bevor ein mobiles Rechenzentrum geliefert und in Betrieb genommen werden kann, sind einige Voraussetzungen am Aufstellort zu erfüllen. Eine sorgfältige Vorbereitung verkürzt die Inbetriebnahme erheblich und vermeidet unnötige Verzögerungen. Die folgende Checkliste gibt Ihnen einen ersten Überblick über die wichtigsten Punkte.

Fläche und Zugang

  • Ausreichend befestigte Standfläche für den Container (mind. Containerabmessungen plus Wartungsbereich)
  • Ebenerdiger oder rampengerechter Zugang für Lieferfahrzeug und Kran
  • Ausreichende Durchfahrtshöhe und Tragfähigkeit des Untergrunds
  • Gewicht einplanen: Vorgefertigte Module wiegen mehrere Tonnen, bei grossen Bauformen nennen Hersteller bis 17 Tonnen je Modul. Untergrund, Fundament und Kran darauf auslegen
  • Bei Aufstellung im Innenbereich: Prüfung der Deckenlast und Raumhöhe

Stromversorgung

  • Verfügbarer Netzanschluss mit ausreichender Kapazität am Aufstellort
  • Bei fehlendem Netzanschluss: Mietgenerator als Alternative verfügbar
  • Abstimmung der Anschlussleistung mit dem Netzbetreiber

Netzwerkanbindung

  • Glasfaser- oder Netzwerkanschluss am Aufstellort prüfen
  • Bei fehlendem Festnetzanschluss: 4G- oder 5G-Anbindung als Option

Bewilligungen und Vorschriften

  • Baubewilligungspflicht je nach Kanton und Aufstelldauer prüfen
  • Abstimmung mit der zuständigen Gemeinde bei längerfristiger Aufstellung
  • Einhaltung der VKF-Brandschutzvorschriften am Aufstellort sicherstellen
  • Bei Aufstellung im Aussenbereich: Lärmschutz-Verordnung (LSV) für Klimageräte und Generator, Kennzeichnung nach Maschinenlärmverordnung
  • Elektrischer Anschluss durch Fachperson mit Installationsbewilligung nach NIV und NIN; bei Netzersatzanlage Netztrennung und Umschaltung nach NIN Kapitel 5.5.1
  • Klimageräte mit mehr als 3 kg HFKW-Kältemittel: Meldung und Wartungsheft nach ChemRRV; Neuanlagen bevorzugt mit natürlichen oder Low-GWP-Kältemitteln
  • Dieseltank der Netzersatzanlage nach Gewässerschutz (doppelwandig oder Auffangwanne), Flüssiggas nach EKAS-Richtlinie 6517
  • Planung und Abnahme nach der Rechenzentrumsnorm SN EN 50600 (Verfügbarkeitsklassen, Stromversorgung, Klimatisierung, Sicherheit) und bei personenbezogenen Daten nach dem revidierten Schweizer Datenschutzgesetz (DSG); ein Standort in der Schweiz vereinfacht die Datenhaltung im Inland

Lieferung und Inbetriebnahme

  • Zufahrt für Schwertransport und Kranfahrzeug sicherstellen
  • Ansprechperson vor Ort für die Inbetriebnahme einplanen
  • Bei vorgefertigten Modulen: Abnahme im Werk vor der Auslieferung, danach Abnahme vor Ort
  • Belastungstest von USV, Netzersatzanlage und Kühlung mit einer Lastbank, bevor die eigene IT in Betrieb geht
  • Übergabe- und Abnahmeprotokoll mit dem Anbieter vereinbaren
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Anwendungsfälle: Wer mietet mobile Rechenzentren in der Schweiz?

Mobile Data Centers kommen branchenübergreifend zum Einsatz. Ob IT-Unternehmen, Banken, Versicherer, Telekommunikationsfirmen, Rundfunkanstalten oder Hosting-Anbieter: Jedes Unternehmen, das auf eine zuverlässige IT-Infrastruktur angewiesen ist, kann von mobilen Rechenzentren profitieren. Typische Anwendungsfälle in der Schweiz sind:

  • Überbrücken kurzfristiger Lastspitzen: Saisonale oder projektbedingte Spitzen in der Rechenleistung lassen sich mit einem mobilen Rechenzentrum schnell und kosteneffizient abfedern.
  • Ausgleich bei Störungen der eigenen IT: Fällt das bestehende Rechenzentrum aus oder ist es eingeschränkt verfügbar, sorgt ein mobiles Rechenzentrum für die Aufrechterhaltung des Betriebs.
  • Schaffen neuer Rechenkapazitäten: Wächst Ihr Unternehmen schneller als geplant, liefern mobile Rechenzentren sofort verfügbare Kapazitäten ohne lange Planungs- und Bauzeiten.
  • Überbrückung von Umbau- und Sanierungsarbeiten: Während Aus- oder Umbauarbeiten am bestehenden Rechenzentrum bleibt der IT-Betrieb mit einem mobilen Container unterbrechungsfrei.
  • Edge-Rechenzentren: Kleine Module bringen Rechenleistung nah an den Ort, an dem die Daten entstehen, etwa in Produktion, Logistik oder an Funkstandorten. Das verkürzt die Wege und entlastet zentrale Rechenzentren.
  • Colocation auf ungenutzten Flächen: Vorhandene Aussenareale oder Betriebsflächen lassen sich als Standort für mobile Rechenzentren nutzen und so wirtschaftlich verwerten.

Kurzzeit- oder Langzeitmiete?

Die Miete eines mobilen Rechenzentrums lohnt sich nicht nur für kurzfristige Einsätze. Auch die Langzeitmiete ist eine sinnvolle Option, wenn Sie die Kapazitäten an Ihrem Standort dauerhaft und flexibel erweitern möchten, ohne in einen festen Neubau zu investieren. Eine individuelle Offerte zeigt Ihnen, welche Lösung für Ihren konkreten Bedarf wirtschaftlicher ist.

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Vorteile mobiler Rechenzentren zum Mieten

Die grössten Vorteile mobiler Rechenzentren zum Mieten liegen in der Flexibilität, der Liquidität und der Geschwindigkeit der Bereitstellung. Eine ausgewogene Entscheidungsgrundlage umfasst aber auch die Nachteile. Hier stehen beide Seiten nebeneinander.

Vorteile mobiler Rechenzentren

7 Punkte, die für die Miete sprechen

  • Sofortige Skalierbarkeit: IT-Kapazitäten lassen sich jederzeit durch das Hinzufügen weiterer Container bedarfsgerecht erweitern, ohne lange Planungs- oder Bauzeiten.
  • Schnelle Verfügbarkeit: Container aus dem Mietpark sind oft innerhalb weniger Tage geliefert und betriebsbereit. Engpässe in der IT-Infrastruktur lassen sich so rasch beheben.
  • Zeitsparende Inbetriebnahme: Dank vorinstallierter Racks und vorkonfigurierter Infrastrukturtechnik ist die Einrichtung deutlich schneller als bei einem konventionellen Rechenzentrumsausbau.
  • Keine Investitionskosten: Mietlösungen erfordern keine hohen Anfangsinvestitionen. Ihre Liquidität bleibt vollständig erhalten.
  • Planbare Kosten: Die monatlichen Mietkosten sind fix kalkulierbar und lassen sich als Betriebsaufwand verbuchen. Das schafft Budgetsicherheit.
  • Steuerlicher Vorteil: Die Mietkosten für mobile Rechenzentren können in der Regel monatlich als Betriebsaufwand geltend gemacht werden.
  • Kein Flächenverlust: Es entstehen keine Kosten für neue Gebäude oder ungenutzte Flächen. Der Container wird nur so lange gemietet, wie er tatsächlich benötigt wird.

Nachteile mobiler Rechenzentren zum Mieten

3 Punkte, die Sie einplanen sollten

  • Laufende Mietkosten: Bei sehr langer Mietdauer können die kumulierten Mietkosten die Anschaffungskosten eines eigenen Rechenzentrums übersteigen.
  • Eingeschränkte Individualisierung: Gemietete ISO-Container bieten weniger Anpassungsmöglichkeiten als ein massgeschneidertes, fest installiertes Rechenzentrum.
  • Abhängigkeit vom Anbieter: Verfügbarkeit, Service und Konditionen sind an den jeweiligen Anbieter gebunden.

Peripherie inklusive: Klima, Generator und Kraftstoff

Effiziente Klimaanlagen in redundanter Ausführung gehören bei mobilen Rechenzentren in der Regel zur Standardausstattung. Darüber hinaus können Sie auch die übrige Peripherie flexibel dazumieten und so eine vollständig autarke IT-Infrastruktur aufbauen.

Weisser IT-Container und weisser Stromerzeuger-Container auf Betonsockeln, dazwischen ein luftgekühlter Kaltwassersatz mit Ventilatoren in einem verzinkten Stahlrahmen, verzinkte Kabeltrassen verbinden die beiden Container
IT-Container mit Peripherie: links das Rechenzentrum, vorne ein luftgekühlter Kaltwassersatz, rechts ein Stromerzeuger im Container. Kabeltrassen verbinden die Module. Symbolbild, KI-generiert.

Generatoren zur Miete

Steht am Aufstellort kein ausreichender Netzanschluss zur Verfügung, liefern Mietgeneratoren zuverlässig Strom für Racks, Sicherheitstechnik und Klimaanlagen. Die Generatoren sind auf die Leistungsanforderungen des jeweiligen mobilen Rechenzentrums abgestimmt und lassen sich bei steigendem Bedarf ergänzen.

Kraftstofftanks zur Miete

Für den Betrieb der Generatoren stehen Kraftstofftanks zur Miete bereit. Je nach Bedarf und geplantem Autonomiebetrieb halten diese ausreichend Diesel oder Flüssiggas vor. In Kombination mit der Netzersatzanlage (NEA) des mobilen Rechenzentrums lässt sich so eine Autonomiezeit von bis zu 24 Stunden und mehr erreichen.

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Wichtig zu Wissen:

In der Schweiz unterliegt die Lagerung von Flüssiggas (LPG) den Vorschriften der SUVA sowie der kantonalen Feuerwehrvorschriften. Bei Aufstellung im Aussenbereich sind je nach Lagermenge Bewilligungen erforderlich. Auch für die Lagerung von Diesel gelten in der Schweiz Vorschriften gemäss dem Gewässerschutzgesetz (GSchG). Ab einer bestimmten Lagermenge sind auch hier besondere Schutzmassnahmen und Bewilligungen erforderlich.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz mobiler Rechenzentren

Energieeffizienz ist bei der Wahl eines Rechenzentrums ein zunehmend wichtiges Kriterium. Gerade in der Schweiz, wo Unternehmen verstärkt unter dem Druck stehen, ihre CO2-Bilanz zu verbessern und gesetzliche Umweltvorgaben einzuhalten, spielt die Energieeffizienz der IT-Infrastruktur eine zentrale Rolle. Mobile Rechenzentren bieten hier mehrere Vorteile gegenüber konventionellen Rechenzentrumsausbauten.

PUE-Wert: Massstab für die Energieeffizienz

Der PUE-Wert (Power Usage Effectiveness) ist die international anerkannte Kennzahl für die Energieeffizienz eines Rechenzentrums. Er gibt an, wie viel der gesamten eingesetzten Energie tatsächlich für die IT-Leistung genutzt wird. Ein PUE-Wert von 1.0 wäre ideal. Moderne mobile Rechenzentren erreichen dank effizienter Klimatechnik, dichter Abschottung und optimierter Luftführung deutlich bessere PUE-Werte als ältere, konventionelle Rechenzentren.

Energieeffiziente Klimatechnik

Die in mobilen Rechenzentren eingesetzte Klimatechnik ist auf maximale Effizienz ausgelegt. Aussen angebrachte Klimageräte mit Redundanz (n+1) und optional verfügbare Freikühler nutzen bei geeigneten Aussentemperaturen die natürliche Kühlung der Umgebungsluft. Das reduziert den Energieverbrauch der Kühlung erheblich und senkt die Betriebskosten. In der Schweiz sind die klimatischen Bedingungen für den Einsatz von Freikühlern besonders günstig, da die Aussentemperaturen über weite Teile des Jahres niedrig genug sind.

Nachhaltigkeit durch bedarfsgerechten Einsatz

Ein weiterer Nachhaltigkeitsvorteil mobiler Rechenzentren liegt im bedarfsgerechten Einsatz. Anstatt dauerhaft überdimensionierte Kapazitäten zu betreiben, mieten Sie genau die Rechenleistung, die Sie tatsächlich benötigen. Das vermeidet unnötigen Energieverbrauch und reduziert den ökologischen Fussabdruck Ihrer IT-Infrastruktur.

Schweizer Umweltvorschriften

In der Schweiz sind Unternehmen zunehmend gefordert, ihre Energieverbräuche zu dokumentieren und zu optimieren. Das revidierte CO2-Gesetz, das Klima- und Innovationsgesetz mit dem Ziel Netto-Null bis 2050 sowie die Energiestrategie 2050 des Bundes setzen klare Rahmenbedingungen. Betriebe mit mehr als 0.5 GWh Strom oder 5 GWh Wärme im Jahr fallen unter den Grossverbraucher-Artikel der kantonalen Energiegesetze und verpflichten sich zu Effizienzmassnahmen oder einer Zielvereinbarung; Rechenzentren gehören dabei zu den grössten Posten, und mehrere Kantone verlangen bei neuen Anlagen die Prüfung der Abwärmenutzung für Gebäude oder Wärmenetze. Mobile Rechenzentren unterstützen Unternehmen dabei, flexibel und ressourcenschonend auf veränderte Kapazitätsanforderungen zu reagieren, ohne dauerhaft Energie für ungenutzte Infrastruktur aufzuwenden. Stand der Technik sind Kaltgang-Einhausung, Freikühlung mit angehobener Zulufttemperatur nach ASHRAE-Klasse A1/A2, Klimageräte mit Low-GWP-Kältemitteln und bei hohen Rack-Leistungen direkte Flüssigkühlung.

Unser Tipp:

Die oben genannten Richtlinien werden stetig angepasst und weiterentwickelt. Es ist daher ratsam sich im konkreten Fall mit einem Fachexperten oder dem Bundesamt für Umwelt (BAFU)  zu beraten.

Kosten: Mobiles Rechenzentrum mieten in der Schweiz

Wie viel ein mobiles Rechenzentrum zur Miete kostet, lässt sich nicht pauschal beurteilen. Die Mietkosten hängen von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von:

  • Containergrösse: 20-Fuss-Container sind in der Regel günstiger als 40-Fuss-Container mit mehr Rack-Kapazität.
  • Ausstattung: Optionale Komponenten wie Freikühler, Löschgasanlage, biometrische Zugangskontrolle oder Netzersatzanlage beeinflussen den Mietpreis.
  • Mietdauer: Langzeitmietverträge sind in der Regel günstiger als kurzfristige Mietlösungen.
  • Peripherie: Zusätzlich gemietete Generatoren und Kraftstofftanks werden separat berechnet.
  • Anzahl der Container: Werden mehrere Container gekoppelt, können Mengenrabatte anfallen.

Als Richtwert für 2026 belaufen sich die Mietkosten auf im unteren bis mittleren fünfstelligen Bereich pro Monat.

Eine verlässliche Auskunft zu den tatsächlichen Kosten erhalten Sie ausschliesslich mit einer individuell erstellten Offerte. Stellen Sie jetzt Ihre unverbindliche Anfrage. Wir verbinden Sie mit dem Kollegen aus Ihrer Region.

RichtpreisDie genannte Grössenordnung ist ein Orientierungswert und keine Offerte. Containergrösse, Ausstattung, Vertragslaufzeit, Peripherie und Anzahl Container verschieben den Preis erheblich.

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Mindestmietdauer und Vertragslaufzeiten

Mobile Rechenzentren sind in der Schweiz in der Regel ab einer Mindestmietdauer von 1 Monat verfügbar. Für längere Einsätze sind Vertragslaufzeiten von typischerweise 3, 6 oder 12 Monaten üblich. Je länger die vereinbarte Mietdauer, desto günstiger fällt in der Regel der monatliche Mietpreis aus.

Häufig gestellte Fragen zu mobilen Rechenzentren zum Mieten

Was ist ein mobiles Rechenzentrum und was ein Mobile Data Center?

Beide Begriffe meinen dasselbe: ein Rechenzentrum in einem Container oder einem vorgefertigten Modul. Darin stehen Server, Speicher und Netzwerktechnik, dazu Kühlung, unterbrechungsfreie Stromversorgung, Brandschutz und Überwachung. «Mobile Data Center» ist die englische Bezeichnung. Ebenso üblich sind IT-Container, Container-Rechenzentrum oder vorgefertigtes modulares Rechenzentrum.

Welche Container gibt es und welche Leistung decken sie jeweils ab?

Neben Mikro-Rechenzentren für einzelne Racks gibt es 20- und 40-Fuss-grosse IT-Container. Die kleineren 20-Fuss-Rechenzentren bieten Platz für etwa fünf Racks und beginnen ab 10 kW Leistung. Grössere 40-Fuss-IT-Container fassen in der Regel bis zu 15 Racks und bieten eine Leistung von bis zu 80 kW. Vorgefertigte Module schaffen mehr: Einteilige Fertigmodule fassen laut Herstellern bis 14 Racks und 100 kW, zweiteilige bis 26 Racks und 200 kW. Abhängig vom Anbieter sind auch Abweichungen möglich.

Wie sind mobile Rechenzentren und Container-Datacenter ausgestattet?

Mobile Rechenzentren enthalten alle Komponenten für einen sicheren Betrieb. Dazu gehören eine USV, die einen Netzausfall für einige Minuten überbrückt, und eine Netzersatzanlage, die bei Bedarf bis zu 24 Stunden ohne Netzstrom auskommt. Zur Ausstattung gehören darüber hinaus Klimageräte mit Reserve, eine Trennung von Kalt- und Warmgang sowie Einbruchschutz, Brandschutz und Monitoring. Entscheidend für die tatsächliche Ausstattung sind in der Regel die individuellen Anforderungen.

Was ist ein vorgefertigtes modulares Rechenzentrum?

Ein Rechenzentrum, das im Werk komplett gebaut und getestet wird: mit USV, Kühlung, Racks, Stromverteilung und Brandschutz. Vor Ort werden nur noch Fundament, Strom- und Netzwerkanschluss hergestellt. Solche Module bieten vor allem die grossen Hersteller von Strom- und Kühltechnik für Rechenzentren an. Mehr dazu im Abschnitt Vorgefertigte Rechenzentrumsmodule.

Wann kommen die mobilen Lösungen in der Praxis zum Einsatz?

Die Anlagen eignen sich für alle Unternehmen, die auf Rechenzentren angewiesen sind, zum Beispiel Hoster, IT-Unternehmen, Telekommunikationsfirmen, Rundfunkanstalten, Banken und Händler. Sie können mobile Rechenzentren nutzen, um Bauarbeiten, Störungen oder vorübergehende Spitzen auszugleichen. Darüber hinaus eignen sie sich, um die eigene Rechenleistung zu vergrössern oder Rechenleistung als Edge-Rechenzentrum nah an Produktion, Lager oder Funkstandort zu bringen.

Welche Vorteile bieten mobile Rechenzentren zum Mieten?

Neben planbaren sowie monatlich absetzbaren Kosten und einer nahezu uneingeschränkten Liquidität bieten die Anlagen auch eine hohe Flexibilität. Denn sie lassen sich bedarfsgerecht nutzen und beliebig erweitern, wenn die Kapazität nicht mehr ausreicht.

Wie viel kann ein mobiles Rechenzentrum zum Mieten kosten?

Die Kosten mobiler Rechenzentren hängen in der Regel von der Grösse, der Ausstattung und der Mietdauer ab. Eine verbindliche Preis-Auskunft gibt Ihnen der Fachbetrieb, zu dem wir den Kontakt herstellen.

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